Papa allein zu Haus
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009, 13:38 | Keine Kommentare
Wie bereits verschiedentlich geschildert, ist Mama zu zwanzig Prozent berufstätig. Und Ihr Job im Gesundheitswesen bringt hin und wieder auch einen Nachtdienst mit sich. So wollte es denn der Dienstplan meiner Frau, dass die erste Nacht alleine mit zwei Kindern mir zu fiel. Ich gebe zu: Ich hatte ein wenig Respekt. Grund dafür war nicht etwa die Angst vor Überforderung sondern ein ziemlich spezieller Umstand, der mit der Geburt unseres zweiten Kindes bei uns Einzug hielt:
Als Mama nämlich mit Mäuselchen nach Hause kam, gingen Sohnemanns nächtliche Eskapaden vollumfänglich in meinen Zuständigkeitsbereich über. Die anfänglich sehr mühsamen Nächte forderten ihren Tribut und irgendwie suchten sich unsere Temperamente einen eigenen Weg: weiterlesen
Baby im Zeitraffer
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009, 13:52 | Keine Kommentare
| Ausnahmsweise gibts heute zwei Posts. Es heisst ja immer, es sei besonders eindrücklich, zu sehen, wie rasch Babies im ersten Jahr wachsen. Das ganze im Zeitraffer zu beobachten ist umso eindrücklicher… |
Mein heissgeliebtes Häufchen Elend
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009, 7:50 | 1 Kommentar
Kurze Nächte gehören ja zum Kinderhaben irgendwie dazu, und keiner hält sich damit mehr auf. Sehr kurze Nächte sind – zumindest bei uns – nicht die Regel, kommen aber vor. Schlaflose Nächte hingegen führen uns immer wieder die eigene Belastbarkeit vor Augen. Allerdings nicht nur das. Ich gebe es offen zu: Was jetzt kommt ist egoistisch und die eine oder der andere wird mir mangelnde Empathie vorwerfen.
Die Geschichte ist folgende: Die neu angebrochene Milchflasche, aus welcher wir Sohnemanns “Bettmümpfeli” nahmen, war nicht in Ordnung (die Milch sah auf den ersten Blick völlig normal aus, erst als ich dann später in der Nacht auf der Suche nach Ursachen einen Schluck nahm, bemerkte ich die geschmackliche Veränderung). Er trank also seinen abendlichen Schoppen normal und schlief auch rasch ein. Dass er unruhig schlief verwunderte uns angesicht der nach wie vor hohen Temperaturen nicht sonderlich. Doch als er um ca. 22.00 Uhr plötzlich laut zu schreien begann, wussten wir, dass etwas nicht stimmt. weiterlesen
Vom Urvertrauen
Veröffentlicht am Montag, 17. August 2009, 14:16 | 1 Kommentar
Es kommt ja – wenn man seine Kinder nicht im fernsten Osten Sibirien aufzieht – immer wieder vor, dass die Kinder mit “Fremden” in Kontakt kommen, Leuten also, die nicht zum engen Familienkreis von Papa, Mama sowie Brüderchen und Schwesterchen gehören. Dass Kinder mit diesen Kontakten ganz unterschiedlich umgehen, ist nichts Neues: Die einen sehen sogar in den Grosseltern in erster Linie gefährliche Ungeheuer und schreien sich die Seele aus dem Leib, wenn diese ihren Anspruch auf eine Umarmung geltend machen wollen, die anderen sind unkompliziert und – falls man diesen Begriff auf Kleinkinder anwenden kann – extravertiert und offen.
Nun, Sohnemann gehört definitiv zur zweiten Kategorie. weiterlesen
Was eine Mutter in einem Jahrzehnt lernt
Veröffentlicht am Freitag, 14. August 2009, 12:15 | Keine Kommentare
Ich erlaube mir heute ausnahmsweise fremd zu gehen – und hoffe, damit nicht gegen ein Urheberrecht zu verstossen. Im Mamablog publizierte die Journalistin Nicole Althaus heute folgenden, bemerkenswerten Beitrag:
Was eine Mutter in einem Jahrzehnt lernt
Heute vor genau zehn Jahren bin ich Mutter geworden. Ohne die geringste Ahnung davon, was die Geburt meiner Tochter mit mir anstellen würde. Oder was ich mit ihr nach der Geburt anzustellen hatte. Klar, ich hatte zuvor auch schon ein Baby in den Armen gehalten, vielleicht sogar eine Windel gewechselt. Aber was Muttersein bedeutet, lernt man erst, wenn man Mutter ist. Was also habe ich im letzten Jahrzehnt gelernt? weiterlesen
Schlaf Kindlein, schlaf – und Papa auch.
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. August 2009, 16:10 | Keine Kommentare
Ich habe bereits früher diese Woche darüber geschrieben, dass wir am vergangenen Wochenende auf dem Bauernhof von Sohnemanns Grosseltern verbrachten. Aufgrund der dortigen räumlichen Gegebenheiten schliefen wir alle im gleichen Zimmer – und ich würde lügen, wenn wir nicht mit gewissen “romantischen” Erwartungen an dieses “Projekt” herangingen: Einmal alle im gleichen Zimmer zu haben, am Morgen wenn Sohnemann um halb sechs kommt, ihn zu uns zu holen und bei uns ausschlafen zu lassen, und so gemeinsam in den Tag zu starten – damit hatten wir gerechnet. Leider unterschied sich die Realität nicht unwesentlich von diesen Erwartungen… weiterlesen
Vater sein
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. August 2009, 7:34 | Keine Kommentare
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich stecke nicht in einer Sinnkrise. Und nach dem zweiten Papatag ohne Mama – alles ohne grössere Probleme – gehe ich davon aus, dass auch Mäuselchen mein väterliches Selbstbewusstsein nicht zu untergraben vermag. Grund für diesen Post ist wohl meine romantische Ader. Ich lese derzeit ein Buch – richtig: Jetzt kommt wieder Schleichwerbung – und bin darin über einen bemerkenswerten Abschnitt gestolpert.
Der Roman – er spielt in der Zeit der 1940er bis 1960er Jahre im Spanien Francos – handelt – auch – von Freundschaften. Echten und anderen. An besagter Stelle fragt einer der Protagonisten, ein etwas verschrobener, frisch verliebter, älterer Herr die Hauptperson, einen sechzehnjährigen Knaben – der zugleich Erzähler ist folgendes: weiterlesen
Wahre Liebe
Veröffentlicht am Montag, 10. August 2009, 14:56 | Keine Kommentare
Sohnemanns Grosspapa – das ist Papas Papa – ist Bauer. Mittlerweile ist es schon so etwas wie eine kleine Tradition: Im August gehen Grosspapa und Grossmama für ein paar Tage in die Ferien. In dieser Zeit hüten Mama und Papa den Hof – meist mit gemeinsam mit ein paar Freunden. Die Zeit wird dann zum Wandern, Spielen, Singen, Essen und Trinken genutzt – und natürlich muss auch noch ein wenig gearbeitet werden.
Für Sohnemann war es der zweite Bauernhofaufenthalt dieser Art – und ich kann mich nicht dagegen wehren: Diesem kleinen Schelm meine Heimat zu zeigen ist etwas vom allerschönsten überhaupt. Angefangen bei den Tieren und und aufgehört bei der Landschaft in der wir uns bewegten. Das absolute Highlight aber war weder das eine noch das andere – und ich müsste lügen, wenn ich es nicht geahnt hätte: weiterlesen
Nein, Brot isst er nicht…
Veröffentlicht am Donnerstag, 6. August 2009, 8:14 | Keine Kommentare
Wir waren neulich am Sonntagmorgen unterwegs, trafen gute Freunde und nahmen eine spontane Einladung zum Brunch an. Die für uns alltägliche Situation wurde von unseren Freunden – Eltern von vier Kindern zwischen 18 und 25 – beobachtet. Die beiden haben – so wie wir das beurteilen – bei der Erziehung ihrer Kinder sehr vieles gut gemacht und sind für uns so etwas wie Vorbilder. Als nun Sohnemann wie üblich Käse und Wurst in sich hineinzustopfen begann und dabei das Brot geflissentlich übersah, reagierten wir – ebenfalls wie üblich – und teilten ihm die Ration so ein, dass er konsequent vor jedem neuerlichen Stückchen Wurst oder Käse erst mal Brot essen musste.
Unsere Liebe Freundin meinte darauf zu meiner Frau – mehr ironisch – sie sei also schon nicht so eine moderne Mutter. Nun, meine Frau hat das auf unsere Ernährungserziehung bezogen und als Kompliment aufgefasst. Nicht zuletzt auch wegen folgender Geschichte: weiterlesen
Erziehungsspam
Veröffentlicht am Mittwoch, 5. August 2009, 12:51 | Keine Kommentare
Ein paar Erlebnisse in der Vergangenheit und der aktuelle Beitrag im Mamablog lassen mich ein älteres Thema aufgreifen. Man möge mir den etwas zornigen Ton verzeihen…
Es scheint, als sei Kinder kriegen und haben ein öffentliches Thema. Jede und jeder hängt ohne Hemmungen sein Maul rein. Und auch wenn bei uns bis anhin vor allem Mama damit konfrontiert war – Es betrifft auch Väter. Mit der 14 Wochen alten Tochter durch den Laden zu marschieren löst noch jede Menge Jöös aus, aber mit dem trötzelnden eineinhalbjährigen Sohn auf dem Trottoir zu stehen und ihn auf dem Bauch liegend mal toben lassen zieht unweigerlich Reaktionen nach sich. Interessanterweise scheint es dabei oftmals nicht eigentlich um Kritik zu gehen. Vielmehr sind Kinder häufig wie von selber Zielscheibe missgelaunter Zeitgenossen. Dass die Eltern dann mit Erziehungsspam (unerwünschten Erziehungsratschlägen) bombardiert werden, ist scheinbar für die meisten dieser Leute nur logisch. Dass sie sich damit selber zu Erziehern der Erziehenden aufschwingen scheint ihnen dabei völlig zu entgehen. weiterlesen
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