papablog.ch

Vatersein hautnah.
Der Blog für Väter und andere Eltern

Wahre Schätze

Veröffentlicht am Montag, 30. November 2009, 16:21 | Keine Kommentare

Beim Stöbern in meiner privaten elektronischen Wühlkiste (eine Festplatte mit mittlerweile gegen 30’000 Fotos und etwa 40 Stunden Videoclips von Ferien, Familienfesten, Reisen, Natur – und Kindern ist mir vor ein paar Tagen ein Video von Sohnemann vor die Maus gesprungen. Der Kleine war damals wenig älter als eineinhalb Jahre und das Video zeigt ihn beim durchstöbern seiner Spielkiste.

Dazu muss man wissen, dass unser Sohn von dem Tag an, an dem er kriechen konnte, eine Plastik-Rollbox hatte, in welcher alles, womit er spielte, aufbewahrt wurde. Und zwar wirklich alles: Von einem Holzklotz, verschiedenen Holzspielzeugen, einer Blechschachtel, diversen “echten” Spielzeugen bis hin zu Spielzeugtierchen war alles in der Box vergraben. Das knapp zweieinhalbminütige Video zeigt eigentlich nichts anderes als unseren völlig selbstvergessenen Sohn beim Ausräumen der Box. weiterlesen

 

Neulich in einem Meeting…

Veröffentlicht am Donnerstag, 19. November 2009, 11:01 | 1 Kommentar

Ich weiss nicht wie es andere Familien mit ihren Kindern erleben, aber bei uns hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein regelrechter Kult um einen Gegenstand entwickelt, der nicht einmal primär als Individuum sondern schlicht durch seine Gegenwart in irgend einer Form über Gelingen oder Scheitern so mancher Unternehmung entschied: Den Schnuller. Vorher sah ich das immer recht entspannt, aber mit der Zeit wurde dieser Gegenstand regelrecht unverzichtbar – sei es auf dem Spaziergang, zu Besuch bei Freunden oder ganz einfach in Sohnemanns Bett. Nicht umsonst erhielt der Nuggi (Schnuller auf Schweizerdeutsch) bei uns rasch den wenig schmeichelhaften Kosenamen “Schalldämpfer”. Und ich gebe es offen zu: In vielen Situationen gehen wir in dieser einen Frage den Weg des geringsten Widerstandes und stellen Sohnemann mit einem Gumminoppen ruhig. weiterlesen

 

Über die Genetik

Veröffentlicht am Montag, 16. November 2009, 17:31 | Keine Kommentare

Um das wichtigste des heutigen Posts gleich vorweg zu nehmen: Meine Frau und ich sind uns zu hundert Prozent sicher, dass unsere Kinder auch unsere Kinder sind. Insbesondere Sohnemann gleicht mir wie aus dem Gesicht geschnitten und es kann, wer uns nebeneinander sieht, keinen Zweifel über seine Herkunft haben.

In ein paar Jahren hingegen dürften sich da ein paar Fragezeichen auftun. Aber ganz langsam und von vorne. Vor ein paar Tagen waren wir mit Sohnemann zur Zweijahreskontrolle beim Kinderarzt. Dieser hatte uns schon vor einiger Zeit verkündet, etwa mit zwei Jahren lasse sich eine ungefähre Prognose über die Endgrösse der Kinder abgeben – wir waren also reichlich gespannt. Denn auch wenn Sohnemann in Sachen Temperament und Charakter vieles von uns hat, bei der Körpergrösse geht er eigene Wege. Ich selber bin wenig mehr als einen Meter sechzig gross, meine Frau sogar noch weniger. weiterlesen

 

Regenschutz- und Stiefelwetter

Veröffentlicht am Mittwoch, 4. November 2009, 21:20 | Keine Kommentare

Nach einer sehr kurzen Nacht hörte ich mich heute nicht gerade frohlocken ob des wirklich herrlichen Regenwetters. Schon früh regnete es in Strömen und der Regen wurde im Laufe des Morgens sogar noch heftiger. Nun, beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Papatag zu Hause – sollte man meinen.

Sohnemanns Temperamentsanzeige lag ungefähr auf dem Niveau einer frisch gezündeten Silvesterrakete mit Nachbrenner und auch wenn er sich nicht heftig daneben verhielt, ging mir – ich gebe es offen zu -  der ständige “ichbinauf180undwerdenochweiterbeschleunigen-Lärmpegel” doch allmählich auf die Nerven. Ich tat, was ich immer tue, in solchen Momenten. Rausgehen. Natürlich mit Sohnemann. Der Spaziergang liess sich gleich noch mit einer kleinen Besorgung verbinden – und schliesslich gibt es ja kein schlechtes Wetter sondern höchstens schlecht angezogene Leute. weiterlesen

 

bdumm…!

Veröffentlicht am Sonntag, 1. November 2009, 23:06 | Keine Kommentare

Sohnemann hat für Dinge die umfallen oder irgendwo herunterfallen (also genau genommen für das um- oder herunterfallen) einen eigenen Ausdruck. Diese Dinge machen “Bdumm!” – und zwar egal ob klein oder gross, ob die Spielzeugkuh auf dem Boden oder der Baum, dessen Fallen wir neulich auf dem Spaziergang beobachtet hatten. Dieses relativ universell einsetzbare, lautmalerische Wort ist auch verwendbar, wenn sich in einem von Papas Videos ein Auto überschlägt (bdumm-tato) oder irgendwo jemand stürzt (das heisst dann beispielsweise bei Papa bdumm-papa).

Wie auch immer: Heute machte Sohnemann ein Experiment in Sachen “bdumm”. Fairerweise muss ich vorausschicken, dass er das nicht absichtlich tat. Mama und ich hatten am Sonntag morgen einen kleinen Auftritt, und während wir uns einsangen machte Sohnemann eine Erkundungstour durch den Saal. Die Blumendeko erregte seine Aufmerksamkeit nicht sonderlich, wohl aber die vier Stahlsäulen, auf welcher sie angeordnet war. weiterlesen