Notfalltaufe
Veröffentlicht am Montag, 31. Januar 2011, 21:19 | 4 Kommentare
Wie bereits früher erwähnt sind in unserer Familie mittlerweile zwei äusserst gut ausgelastete Schutzengel tätig. Und sie machen Ihre Arbeit gut. Wenn Mäuselchen auf der Schaukelkuh steht (!) ohne sich festzuhalten (!!) und dann – was ja wirklich niemanden erstaunt – auch noch runterfällt, ist die Krise schon nach wenigen Sekunden ausgestanden. Oder wenn unser Grosser zum xten Mal in eine Tischkante, einen Stuhl, ein Sofa oder sowas unverrückbares wie eine Wand läuft gibt es im Extremfall mal eine kleine Beule. Eben – unsere Schutzengel arbeiten gut.
Aber neulich half alles nichts. Übermut mit dem Duschenvorhang (Mäuschelchen aussen – Sohnemann innen) und eine gehörige Portion Pech sorgten für die erste echte Wunde. Wahrscheinlich war beim herumalbern noch etwas Wasser aus der Brause geflossen und die Bühne war für unsere erste Notfall-Erfahrung bereit: Sohnemann rutschte in der Dusche aus und fiel mit dem Kinn heftig auf die Kante. Resultat: Klaffende Wunde am Kinn. Dummerweise ereignete sich das Ganze an einem Mamafreien abend kurz vor dem Zubettgehen. Und während Sohnemann herzerweichend weinte, Mäuselchen wie immer in solchen Situationen jeden auftreibbaren Schnuller brachte und Mama – in Windeseile alarmiert – mit dem Auto auf dem Heimweg war, stellte ich ganz unvermittelt fest: So, jetzt ist die Schonfrist vorbei. weiterlesen
Wenn die Natur dem Kinderwunsch im Wege steht
Veröffentlicht am Montag, 24. Januar 2011, 20:38 | Keine Kommentare
Es ist ein emotionales Thema, das sowohl Kinderlose als auch Eltern bewegt: Was tun, wenn man selber keine Kinder kriegen kann, sich den Wunsch aber unbedingt erfüllen möchte? Bis vor nicht allzu langer Zeit war es ein endgültiges Urteil. Sei es wegen einer Krankheit, oder weil eine von Natur aus gegebene Unfruchtbarkeit dies verunmöglichte: Der Kinderwunsch konnte einfach nicht erfüllt werden. Die einzige Alternative – einmal abgesehen, von unzähligen Patenkindern – war eine Adoption.
Doch heute ist das anders. Wer über das nötige Bargeld verfügt, kann sich eine Leihmutter kaufen. Ein sachlicher Beitrag auf ZDF zeigt ein Ehepaar auf diesem Weg.
Sich den Kinderwunsch um jeden Preis – im Film ist die Rede von schätzungsweise 90’000 Euro alleine für die “Produktion” der Kinder – zu erfüllen, ist ohnehin nur reichen Menschen möglich. Für all jene, die sich solche Beträge nicht leisten können, bleibt entweder die Kinderlosigkeit oder eine Adoption.
Was bleibt, ist die Frage: Ist es wirklich sinnvoll, nur weil es medizinisch machbar ist, notfalls auch über den Umweg einer Leihmutter, Kinder zu produzieren? Ich – als Vater von bald drei Kindern – wage zu behaupten: Nein. Aber letztlich können diese Frage wohl nur betroffene Eltern beantworten.
Die Sehnsucht nach Familie
Veröffentlicht am Samstag, 22. Januar 2011, 22:13 | 1 Kommentar
Im Internet gibt es sie zu tausenden: Videos, die nichts weiter zeigen als den Alltag in einer Familie. Einer der erfolgreichsten Filme auf youtube (“Outch, Charly bit me!“) Wurde heute bereits über 270 Millionen (!) mal angeschaut und zeigt eine für Eltern ziemlich alltägliche Szene.
Ein neuerlicher Überflieger ist derzeit im Umlauf: Mit über vier Millionen Zugriffen in zwanzig Tagen, über zehntausend Kommentaren und unzählichen Berichten über das Video hat sich die sechsjährige Alexa Navez in die Herzen unzählinger Menschen gesungen. Dabei singt sie nicht mal extrem gut. Es ist vielmehr diese völlig ungetrübte Zweisamkeit zwischen Vater und Tochter, diese verschwörerischen Blicke und die Freude am Singen, die so viele Menschen berühren.
Ist es nicht tragisch, dass sich so viele Menschen diese Gefühle über Videos im Internet holen müssen?
