papablog.ch

Vatersein hautnah.
Der Blog für Väter und andere Eltern

Schuldig?

Veröffentlicht am Freitag, 13. Mai 2011, 12:15 | Keine Kommentare

Drei Monate nach unserem unverhofften Aufenthalt in auf der Notfallstation – wir waren inzwischen wegen eines ähnliches Zwischenfalls auch mit Mäuselchen dagewesen – flatterte völlig unerwartet ein Schreiben der Krankenversicherung ins Haus. Grund: Vertiefte Abklärung zum Unfallereignis vom 26. Januar 2011.

Ok, hab ich mir gedacht. Schauen wir mal. Die ersten Fragen auf dem Abklärungsbogen boten denn auch keine Schwierigkeiten: weiterlesen

 

Schatz, hätten wir nicht doch Kinder haben sollen?

Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Mai 2011, 6:43 | 1 Kommentar

Das Lausanner Forschungsinstitut M.I.S hat in einer breit angelegten Studie das Thema Einwanderung behandelt. im Februar und März 2011 wurden während nahezu 30 Tagen 1609 Personen aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin telefonisch befragt. Darüber hinaus wurden rund 400 Führungskräfte aus der ganzen Schweiz interviewt.

Die Resultate der Studie werden heute an einer Veranstaltung in Lausanne diskutiert. Die vorab im Tagi publizierten Ergebnisse sind zwar spannend, es lässt mich aber vor allem ein Resultat aufhorchen: Laut der Studie haben (Zitat Tagi) “39 Prozent der Führungskräfte und 33 Prozent der Bevölkerung über 45 Jahre keine oder weniger Kinder, als sie eigentlich gewünscht hätten.” weiterlesen

 

Hier stehe ich, ich kann nicht anders…

Veröffentlicht am Freitag, 11. März 2011, 0:06 | Keine Kommentare

...ich kann nicht anders

Hier stehe ich...

Tja, Egal ob mit Besäufnis im Freundeskreis, “Znüni” für die Arbeitskollegen (die das Familienbudget eigentlich übersteigen, aber man gönnt sich ja sonst nichts) oder einem stillen “ich-hab-dich-lieb”-Kuss an die holde Gattin: Die Geburt eines weiteren Sprösslings (was ist eigentlich die weibliche Form dieses Wortes) zwingt einen, inne zu halten. weiterlesen

 

Manchmal lügt Papa

Veröffentlicht am Donnerstag, 3. Februar 2011, 22:50 | 3 Kommentare

Eine meiner Kindheitserinnerungen ist die damalige letzte Seite der Tageszeitung, die meine Eltern abonniert hatten. Auf dieser Seite gab es ein paar fixe Rubriken und unter anderem jeweils ein Cartoon von Calvin and Hobbes. Und was mir dabei immer irgendwie komisch vorkam, waren jene Bildstrecken, in denen Calvins Papa auf irgend eine Frage eine sehr dumme und vor allem falsche Antwort gab. Und zwar eine offensichtlich falsche Antwort. Kurz – er log einfach.

Ich fand das immer ziemlich doof – allerdings ertappte ich mich neulich dabei, wie ich selber begann Sohnemann anzulügen. Und zwar genüsslich. Nein. Genüsslichstens. weiterlesen

 

Notfalltaufe

Veröffentlicht am Montag, 31. Januar 2011, 21:19 | 4 Kommentare

Wie bereits früher erwähnt sind in unserer Familie mittlerweile zwei äusserst gut ausgelastete Schutzengel tätig. Und sie machen Ihre Arbeit gut. Wenn Mäuselchen auf der Schaukelkuh steht (!) ohne sich festzuhalten (!!) und dann – was ja wirklich niemanden erstaunt – auch noch runterfällt, ist die Krise schon nach wenigen Sekunden ausgestanden. Oder wenn unser Grosser zum xten Mal in eine Tischkante, einen Stuhl, ein Sofa oder sowas unverrückbares wie eine Wand läuft gibt es im Extremfall mal eine kleine Beule. Eben – unsere Schutzengel arbeiten gut.

Aber neulich half alles nichts. Übermut mit dem Duschenvorhang (Mäuschelchen aussen – Sohnemann innen) und eine gehörige Portion Pech sorgten für die erste echte Wunde. Wahrscheinlich war beim herumalbern noch etwas Wasser aus der Brause geflossen und die Bühne war für unsere erste Notfall-Erfahrung bereit: Sohnemann rutschte in der Dusche aus und fiel mit dem Kinn heftig auf die Kante. Resultat: Klaffende Wunde am Kinn. Dummerweise ereignete sich das Ganze an einem Mamafreien abend kurz vor dem Zubettgehen. Und während Sohnemann herzerweichend weinte, Mäuselchen wie immer in solchen Situationen jeden auftreibbaren Schnuller brachte und Mama – in Windeseile alarmiert – mit dem Auto auf dem Heimweg war, stellte ich ganz unvermittelt fest: So, jetzt ist die Schonfrist vorbei. weiterlesen

 

Wenn die Natur dem Kinderwunsch im Wege steht

Veröffentlicht am Montag, 24. Januar 2011, 20:38 | Keine Kommentare

Es ist ein emotionales Thema, das sowohl Kinderlose als auch Eltern bewegt: Was tun, wenn man selber keine Kinder kriegen kann, sich den Wunsch aber unbedingt erfüllen möchte? Bis vor nicht allzu langer Zeit war es ein endgültiges Urteil. Sei es wegen einer Krankheit, oder weil eine von Natur aus gegebene Unfruchtbarkeit dies verunmöglichte: Der Kinderwunsch konnte einfach nicht erfüllt werden. Die einzige Alternative – einmal abgesehen, von unzähligen Patenkindern – war eine Adoption.

Doch heute ist das anders. Wer über das nötige Bargeld verfügt, kann sich eine Leihmutter kaufen. Ein sachlicher Beitrag auf ZDF zeigt ein Ehepaar auf diesem Weg.

Leihmutterschaft als Alternative zur Kinderlosigkeit. Eine Frage des Wohlstands?

Sich den Kinderwunsch um jeden Preis – im Film ist die Rede von schätzungsweise 90’000 Euro alleine für die “Produktion” der Kinder – zu erfüllen, ist ohnehin nur reichen Menschen möglich. Für all jene, die sich solche Beträge nicht leisten können, bleibt entweder die Kinderlosigkeit oder eine Adoption.

Was bleibt, ist die Frage: Ist es wirklich sinnvoll, nur weil es medizinisch machbar ist, notfalls auch über den Umweg einer Leihmutter, Kinder zu produzieren? Ich – als Vater von bald drei Kindern – wage zu behaupten: Nein. Aber letztlich können diese Frage wohl nur betroffene Eltern beantworten.

 

Die Sehnsucht nach Familie

Veröffentlicht am Samstag, 22. Januar 2011, 22:13 | 1 Kommentar

Im Internet gibt es sie zu tausenden: Videos, die nichts weiter zeigen als den Alltag in einer Familie. Einer der erfolgreichsten Filme auf youtube (“Outch, Charly bit me!“) Wurde heute bereits über 270 Millionen (!) mal angeschaut und zeigt eine für Eltern ziemlich alltägliche Szene.

Ein neuerlicher Überflieger ist derzeit im Umlauf: Mit über vier Millionen Zugriffen in zwanzig Tagen, über zehntausend Kommentaren und unzählichen Berichten über das Video hat sich die sechsjährige Alexa Navez in die Herzen unzählinger Menschen gesungen. Dabei singt sie nicht mal extrem gut. Es ist vielmehr diese völlig ungetrübte Zweisamkeit zwischen Vater und Tochter, diese verschwörerischen Blicke und die Freude am Singen, die so viele Menschen berühren.

Ist es nicht tragisch, dass sich so viele Menschen diese Gefühle über Videos im Internet holen müssen?

 

Pet-Recycling

Veröffentlicht am Sonntag, 19. Dezember 2010, 22:27 | Keine Kommentare

Pet-Recycling

Pet-Recycling

Es mag ja sein, dass die Vorliebe für Kälte und Schnee manchen Menschen etwas unverständlich erscheint – ich bin jedenfalls der Meinung, dass ein Nachmittag im Tiefschnee Spass macht. Und – Gott sei Dank – Sohnemann auch.

Nachdem wir den grossen Schneehaufen auf dem Parkplatz unserer Mietwohnung erhöht, festgeklopft und mit diversen durchkriechbaren Gängen versehen hatten, fiel mir eines der Spiele ein, das mich selber als Kind im Winter Nachmittagelang auf Trab hielt. Alles, was es dazu braucht ist eine gefüllte 5dl PET-Flasche und ein Abhang, natürlich bedeckt mit reichlich Schnee. weiterlesen

 

Samichlaus, Du liebe Maa

Veröffentlicht am Dienstag, 7. Dezember 2010, 21:51 | 1 Kommentar

Angesichts des jugendlichen Alters insbesondere unserer kleinen Tochter hatten wir schon relativ früh beschlossen, unserem Nachwuchs in diesem Jahr den Besuch eines bärtigen Rotrockträgers noch zu ersparen. Als dann jedoch kolportiert wurde, ein Samichlaus sei mitsamt Esel und Schmutzli (das ist die Schweizer Version von Knecht Ruprecht) am örtlichen Wintermarkt unterwegs, fasste ich dennoch einen Besuch ins Auge.

Doch das war schnell gesagt: Um einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen, versuchte ich unserem sprachgewandten Erstgeborenen zuerst mit viel Motivation, dann mit Hinweis auf das Chlaussäckli, das ihm bei fortgesetzter Weigerung entgehen würde und schliesslich – als ich schon längst eingesehen hatte, dass dieses Unterfangen fruchtlos enden würde -  mit dem lapidaren (und natürlich überhaupt nicht ernst gemeinten) Hinweis auf Schmutzlis Rute ein Verslein beizubringen. Um es kurz zu machen – es blieb beim Versuch. weiterlesen

 

Kindermund.

Veröffentlicht am Mittwoch, 1. Dezember 2010, 19:00 | 2 Kommentare

Es hat einige Zeit gedauert, doch während wir noch damit beschäftigt waren, uns in blühenden Farben auszumalen, wie es denn dereinst sein würde, wenn es soweit sei, war es plötzlich soweit: Sohnemann beginnt peinliche Fragen zu stellen. Obwohl: Im Moment sind die Fragen selbst noch nicht peinlich.

Am vergangenen Sonntag besuchte ich mit unserem Grossen zum aller ersten Mal ein Konzert. Ein schlichtes Dorfmusikkonzert, natürlich,  eine gute Kollegin spielte da mit. Gerüstet mit Bergen von Pixibüchern, genügend Verpflegung sowie einem normalerweise tagsüber verbotenen Schnuller für alle Fälle setzten wir uns also hin und lauschten den Klängen. weiterlesen

 

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