Papablog




Bin ich wirklich auch ein “Elter”?

26. Juli 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Zwar hinke ich hinterher wie die alte Fasnacht, das meiste zu den Sprachleitfaden der Stadt Bern und des Bundes wurde wohl auch schon geschrieben, alle haben sich gebührend darüber aufgeregt und gelacht wurde wohl auch reichlich – ich muss es aber trotzdem festhalten: Ich bin auch ein Elter! Wäre ich nicht heute früh zufälligerweise einmal mehr über diese unglaubliche Wortschöpfung gestolpert, ich hätte sie wohl mit fröhlichem Vergessen gesegnet, aber eben. Wussten Sie, dass es auf Wikipedia einen Artikel zu diesem Wort gibt? Achtung, hier kommt das Zitat:

Ein Elter ist die Bezeichnung für ein Elternteil, das heißt entweder Vater oder Mutter. Es ist eine künstlich gebildete Einzahlform zum Pluraletantum Eltern. (weiterlesen…)






Der Tag als unser Kleiner ein Grosser wurde

7. Juni 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Während Mama und Papa beide von eher kleinem Wuchs sind, zeigte sich bei Sohnemann schon früh, dass er dereinst definitiv nicht zur Kategorie der unter 170 cm grossen Erwachsenen gehören würde. Das kümmerte uns indes nicht das geringste, er war – und ist bis heute, aber das ist für den Post hier nicht wichtig – ein Wonneproppen und ein echter Sonnenschein mit viel Freude im Herzen – und vor allem war er von Beginn weg unser “Kleiner”. Wenn wir ihn heute als unseren “Grossen” bezeichnen, hat das wenig damit zu tun, dass er als zweieinhalbjähriger grösser als die meisten dreijährigen ist, nein, es geht vielmehr um unsere Wahrnehmung. Und den Tag, an dem er zu eben dem wurde – dem “Grossen” nämlich – kann ich aufs Datum genau bezeichnen: Es war der 11. April 2009, genau genommen um 12.13. In jenem Moment wurde Sohnemann vom Einzelkind zum Bruder. (weiterlesen…)






Vom Spielen

4. Juni 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

playreportMeine mittlerweile zweieinhalbjährige Erfahrung als Vater hat mir eines gezeigt: Der grösste Teil aller Eltern geht im Möbelhaus mit den vier gelben Buchstaben ein und aus. Wenn man in lockerer Runde über Expedit, Grönö und Bolmen diskutiert, brauchen junge Eltern in der Regel keine Erläuterung – kurz: IKEA ist aus dem leben vieler junger Eltern kaum mehr wegzudenken. Vielmehr führt diese Vorliebe für den grossen Schweden zu einer regelrechten Uniformierung der Kinderzimmer. Der Grund ist einfach: Die gigantische Auswahl, die mindestens zu einem grossen Teil absolut praxistauglichen Produkte und vor allem aber die Preise machen IKEA attraktiv. (weiterlesen…)






Emotionale Lebensversicherung

18. Mai 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Als meine Frau und ich uns mit entschieden, ein Kind zu bekommen, war dies die wohl einschneidendste Endscheidund unseres Lebens. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit – ich meine das wirklich so – dass bei uns nach einer frühen Fehlgeburt – alles reibungslos und quasi auf Kommando klappte.

Während sich dann (nachdem unser Sohn bereits zur Welt gekommen war) befreundete Ehepaare mit normalen Schwangerschaften und leider auch unterschiedlichsten Komplikationen herumschlugen, wuchs Sohnemann bereits heran und stand aufgrund seines sonnigen Gemüts aber auch, weil er eben das erste einer ganzen Welle von Babies war, immer im Mittelpunkt. Und während er grösser wurde, und sich der Kindersegen in unserem Bekanntenkreis multiplizierte, sahen wir viele hübsche und weniger hübsche Babies. (weiterlesen…)






Du, Papa, los emol

15. Mai 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Es gibt neuerdings ein Wort, das mir in letzter Zeit verschiedentlich begegnet ist, und mit dem ich mich nicht so recht anfreunden mag: Fremdschämen. Gemeint ist, dass man sich aufgrund seines Verhaltens für ihn – oder vielmehr an seiner Stelle schämt. Wenn Sie dieses Gefühl nicht kennen,  schauen Sie einfach mal eine Castingshow wie  Supertalent oder was in der Art.  Sie werden spätestens beim Auftritt der ersten 50 jährigen LKW-Fahrerin, der ihre Familie in Kenntnis des allmorgendlichen Unter-der-Dusche-Gejaules einen Auftritt als Sängerin nahegelegt hat, ganz genau wissen, worum es geht.

Fremdschämen passiert relativ unvermittelt und ist nicht planbar. Es überkommt einen einfach. Der Grund, warum ich das so ausführlich erkäre ist, dass mir keine Bezeichnung für das Gegenteil von Fremdschämen einfällt. Denn eigentlich geht es mir heute darum. (weiterlesen…)






Wenn Babies wachsen

13. Mai 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Eines der ersten wirklich komischen Dinge, mit denen ich als Vater im Zusammenhang mit Säuglingen konfrontiert war, sind Wachstumsschübe. Ich war bis anhin davon ausgegangen, dass Babies kontinuierlich wachsen und sich entwickeln, sich laufend neue Fähigkeiten aneignen und ihre Entwicklung ein gleichmässig ablaufender Prozess ist. Denkste! Natürlich ist alles viel komplizierter – und genialer – eingerichtet.

Um es kurz zu machen – Die Faktenlage ist folgende:  Kinder erleben besonders in ihrer frühkindlichen Entwicklung mehrere Wachstumsschübe, während derer sie in kurzer Zeit einen grossen Entwicklungssprung machen und ganz plötzlich komplett neue Sachen lernen – völlig aus dem Nichts heraus. Bei unseren Kindern waren dies – und das ist recht typisch – auch die Zeiten, in denen sie das Sitzen, das Hochziehen oder – bei Mäuselchen ganz aktuell – das Gehen lernten. (weiterlesen…)






Gangwerk

3. Mai 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Es ist bestimmt 15 Jahre her, seit ich diesen Artikel las, deshalb mag man mir vergeben, wenn ich ihn nicht originalgetreu wiedergebe. Konkret ging es um folgendes: Irgendwo im zentralafrikanischen Hinterland wurde ein Stamm von Eingeborenen entdeckt, deren Gang einige Fragen aufwarf. Entgegen allen westlichen, östlichen, nördlichen und südlichen Gepflogenheiten gingen diese Menschen nämlich nicht strammen Schrittes mit der Ferse voran und rollten dann ab, sondern sie tasteten mit Zehen und Fussballe erst die Erde ab, bevor sie den Fuss abstellten.

Dieser Artikel kam mir neulich in den Sinn, und auch mein damaliges Unverständnis über diese Gangart. Damals dachte ich in meinem jugendlich arroganten Übermut, da habe sich wohl mal wieder ein Forscher auf der Suche nach einer ethnologisch interessanten Neuerung intellektuell ausgetobt. Dass mir dies ausgerechnet neulich in den Sinn kam, ist indes kein Zufall – doch erst muss ich ein ganz klein wenig ausholen: (weiterlesen…)






Singen lernen

16. März 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Sohnemann ist jetzt zweieinhalb, Mäuselchen 11 Monate – und eines der Dinge, die ich in dieser Zeit gelernt habe ist dies: Kinder lernen durch Wiederholung. Nicht nur, aber auch. Und das gilt nicht nur fürs Reden. Spontan kommt mir das Bild von Sohnemann auf seinem Lesekissen in der Ecke in den Sinn, einem der ganz wenigen Möbelstücke, die den ihm zugedachten Zweck voll und ganz erfüllen: Scheinbar zum tausendsten mal ist er scheinbar vollkommen in dasselbe Pixibüchlein vertieft – doch er liest nicht.

Nun, Lernen ist wichtig und Kinder müssen so vieles lernen. Wenn Sohnemann also so versunken wie ein Kurzsichtiger über eines seiner heissgeliebten Bücher oder Büchlein gebeugt in seiner Ecke sitzt, dann lernt er zu singen. (weiterlesen…)






“Weisch, wenn Du gross bisch…”

9. Februar 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Kinder zwingen uns Erwachsene stets von neuem, uns zu begründen, zu hinterfragen – und uns zu ändern. Und dies schlicht durch ihre Sicht der Welt. Dass sich diese grundsätzlich von jener uns Erwachsener unterscheidet, ist beileibe nichts neues. Richtig spannend wird es allerdings dann, wenn sich Meinungen und Denkmuster Erwachsener ins Verhaltensmuster der Kinder einzuschleichen beginnen und diese, ohne es zu wissen, plötzlich zu einem Spiegel ihrer Eltern werden. Besonders augenfällig ist dies bei der Körperhaltung oder bei gewissen Bewegungsabläufen oder Tätigkeiten (beispielsweise beginnen fast alle Kinder in unserem Bekanntenkreis damit, ihre Eltern beim Telefonieren nachzuahmen). Aber natürlich ist es noch viel spannender, wenn Kinder reden und mit irgendwo aufgeschnappten Weisheiten oder stereotypen Äusserungen unbeabsichtigte Situationskomik produzieren.
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Zurück zur Natur

2. Februar 2010 | Von Papa | Kategorie: Papablog

Derzeit schiessen Spielgruppen wie Pilze aus dem Boden. Eine eher neue Form ist dabei die Bauernhof-Spielgruppe. Die Kinder treffen sich entsprechend auf dem Bauernhof und erleben hautnah die Landwirtschaft mit.

Dass dabei nicht nur der Kontakt zu Natur und Tieren im Zentrum steht sondern auch ein Bezug zur Lebensmittelproduktion und deren Saisonalität hergestellt wird, kann dem konsumverhalten künftiger haushaltführender Personen nur dienlich sein…

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