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	<title>papablog.ch - Vatersein hautnah.</title>
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	<description>Der Blog für Väter und andere Eltern</description>
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		<title>Bin ich wirklich auch ein &#8220;Elter&#8221;?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 05:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwar hinke ich hinterher wie die alte Fasnacht, das meiste zu den Sprachleitfaden der Stadt Bern und des Bundes wurde wohl auch schon geschrieben, alle haben sich gebührend darüber aufgeregt und gelacht wurde wohl auch reichlich &#8211; ich muss es aber trotzdem festhalten: Ich bin auch ein Elter! Wäre ich nicht heute früh zufälligerweise einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar hinke ich hinterher wie die alte Fasnacht, das meiste zu den <a href="http://www.derbund.ch/bern/Der-sexistische-Fussgaengerstreifen/story/20782017" target="_blank">Sprachleitfaden der Stadt Bern und des Bundes</a> wurde wohl auch schon geschrieben, alle haben sich gebührend darüber aufgeregt und gelacht wurde wohl auch reichlich &#8211; ich muss es aber trotzdem festhalten: Ich bin auch ein Elter! Wäre ich nicht heute früh zufälligerweise einmal mehr über diese unglaubliche Wortschöpfung gestolpert, ich hätte sie wohl mit fröhlichem Vergessen gesegnet, aber eben. Wussten Sie, dass es auf Wikipedia einen Artikel zu diesem Wort gibt? Achtung, hier kommt das Zitat:</p>
<blockquote><p>Ein <strong>Elter</strong> ist die Bezeichnung für ein Elternteil, das heißt entweder  <a title="Vater" href="/wiki/Vater">Vater</a> oder <a title="Mutter" href="/wiki/Mutter">Mutter</a>. Es ist eine künstlich gebildete Einzahlform zum  <a title="Pluraletantum" href="/wiki/Pluraletantum">Pluraletantum</a> <em>„<a title="Verwandtschaftsbeziehung" href="/wiki/Verwandtschaftsbeziehung#Eltern">Eltern</a>“</em>.<span id="more-764"></span></p>
<p>&#8230;</p></blockquote>
<p>Also, ich weiss ja nicht, wie es Ihnen geht. Mir als einigermassen sprachaffinem Menschen ist im ersten Moment die Spucke weggeblieben, im zweiten Moment musste ich einfach lachen (und bevor ich weiterschreibe: Ich werde nicht jeden einigermassen männlich klingenden Begriff dieses Beitrags in eine nicht existente weibliche Form verwandeln, wie dies bei Beiträgen zu diesem Thema, so könnte man zu mindest meinen, ein ungeschriebenes Gesetz ist).</p>
<p>Haben wir in unserer Gesellschaft wirklich nichts wichtigeres zu tun, als unsere Kinder mit Begriffen, die jeder Lesefreundlichkeit (früher: Leserfreundlichkeit) spotten, davon zu überzeugen, dass Männlein und Weiblein gleich viel wert sind? Ist es wirklich mittlerweile so arg um unser Verständnis des Zusammenlebens bestellt, dass Menschen in unserer Mitte Begriffe wie Lehrerzimmer, Fussgängerstreifen oder Arztpraxis (Laut Sprachleitfaden sind anstelle dieser Begriffe künftig &#8220;Pausenzimmer&#8221;, &#8220;Zebrastreifen&#8221; und &#8220;Praxis für Allgemenmedizin&#8221; (!) zu verwenden) als diskriminierend empfinden? Kommen wir tatsächlich nicht mehr umhin, deutsche Begriffe, für die es kein geschlechtsneutrales Synonym gibt, aus unserem Wortschatz zu streichen und durch einen englischen Ausdruck zu ersetzen (&#8220;Mannschaft&#8221; heiss neu &#8220;Team&#8221;). Oder eben, um auf den Einstieg zurückzukommen: Schränken Begriffe wie Mutter oder Vater die Behörden in ihrem Sprachgebrauch derart ein, dass  statt ihrer konsequent auf den neutralen Ausdruck zu setzen ist? Mir ist wohl bewusst, dass es gerade in der Behördensprache immer wieder Aussagen gibt, die sich gleichermassen auf Mutter und Vater beziehen, aber nur ein Elternteil meinen &#8211; nur: Müssen wir die Behördensprache durch derart krude Ausdrücke wirklich so sehr entstellen, dass Otto Normalverbraucher sie schlicht nicht mehr versteht? Oder anders herum: Glauben unsere Politiker und Beamten wirklich, Gleichberechtigung werde durch sprachliche Feinheiten gefördert?</p>
<p>Ich bin Vater zweier Kinder, glücklich verheiratet mit einer Mutter zweier Kinder und wir werden uns hüten, unsere Kinder glauben zu machen, Gleichberechtigung basiere auf intellektuellen Wortschöpfungen, die nicht alltagstauglich sind.</p>
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		<title>Der Tag als unser Kleiner ein Grosser wurde</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 12:04:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>

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		<description><![CDATA[Während Mama und Papa beide von eher kleinem Wuchs sind, zeigte sich bei Sohnemann schon früh, dass er dereinst definitiv nicht zur Kategorie der unter 170 cm grossen Erwachsenen gehören würde. Das kümmerte uns indes nicht das geringste, er war &#8211; und ist bis heute, aber das ist für den Post hier nicht wichtig &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während Mama und Papa beide von eher kleinem Wuchs sind, zeigte sich bei Sohnemann schon früh, dass er dereinst definitiv nicht zur Kategorie der unter 170 cm grossen Erwachsenen gehören würde. Das kümmerte uns indes nicht das geringste, er war &#8211; und ist bis heute, aber das ist für den Post hier nicht wichtig &#8211; ein Wonneproppen und ein echter Sonnenschein mit viel Freude im Herzen &#8211; und vor allem war er von Beginn weg unser &#8220;Kleiner&#8221;. Wenn wir ihn heute als unseren &#8220;Grossen&#8221; bezeichnen, hat das wenig damit zu tun, dass er als zweieinhalbjähriger grösser als die meisten dreijährigen ist, nein, es geht vielmehr um unsere Wahrnehmung. Und den Tag, an dem er zu eben dem wurde &#8211; dem &#8220;Grossen&#8221; nämlich &#8211; kann ich aufs Datum genau bezeichnen: Es war der 11. April 2009, genau genommen um 12.13. In jenem Moment wurde Sohnemann vom Einzelkind zum Bruder.<span id="more-758"></span></p>
<p>Es ist ziemlich faszinierend, wie sich die elterliche Wahrnehmung ändert, wenn das zweite Kind kommt. Wir haben gute Freunde, die zwei Tage vor der Geburt mit Ihrer vier Monate alten Tochter zu Besuch waren. Wir haben das Mädchen in den Armen gehalten &#8211; voller Vorfreude darauf, wie es dann in absehbarer  Zeit sein würde, wenn wir unser eigenes zweites Kind in den Armen halten würden. Und wir glaubten, die Tochter unserer Freunde sei winzig &#8211; was im Vergleich zu Sohnemann auch stimmte. Drei Tages später, als sie uns dann im Krankenhaus besuchten änderten wir unsere Meinung radikal &#8211; sie war riesig im Vergleich zu unserer neugeborenen Tochter.</p>
<p>Bezüglich unseres Sohnes änderte sich die Wahrnehmung jedoch noch viel radikaler &#8211; schlicht, weil wir viel mehr mit ihm zusammen waren. Von einem Tag auf den anderen waren gewisse Dinge selbstverständlich, unsere Geduld mit ihm geringer &#8211; und ob wir es wollten oder nicht &#8211; unser Umgangston mit ihm veränderte sich. Unsere grosse Frage, ob wir ihn denn nach der Geburt von Mäuselchen noch gleich fest lieben würden, wie vorher beantwortete sich ebenfalls ziemlich rasch: Ja! Natürlich. Allerdings veränderte sich die Liebe &#8211; es war nicht mehr die Liebe zu einem Baby, sondern jene, zu einem selber denkenden Charaktermenschen mit eigenem Willen und eigenem Verstand. Plötzlich ging es nicht mehr primär darum, wann und wieviel er lachte &#8211; sondern wie um alles in der Welt wir Mäuselchen (sie war per Definition ein Schreikind) beruhigen konnten.</p>
<p>Und wenn wir jetzt bisweilen darüber diskutieren ob, und wenn ja, wann wir noch ein Kind haben werden, dann spüre ich plötzlich auch ein tief in mir drin verborgenes Kribbeln: Lässt sich die Liebe für Zwei Kinder noch auf ein drittes erweitern? Ober kommt es dann doch zu einer &#8220;Einbusse&#8221; für unsere beiden ersten, insbesondere für Sohnemann? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht &#8211; allerdings nehme ich die Sache mittlerweile gelassen, denn eines habe ich gelernt: Die Liebe der Eltern wird aus einer unerschöpflichen Quelle gespeist, die nie versiegt.</p>
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		<title>Vom Spielen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 05:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ikea]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine mittlerweile zweieinhalbjährige Erfahrung als Vater hat mir eines gezeigt: Der grösste Teil aller Eltern geht im Möbelhaus mit den vier gelben Buchstaben ein und aus. Wenn man in lockerer Runde über Expedit, Grönö und Bolmen diskutiert, brauchen junge Eltern in der Regel keine Erläuterung &#8211; kurz: IKEA ist aus dem leben vieler junger Eltern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2010/06/playreport.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-756" title="playreport" src="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2010/06/playreport-150x150.png" alt="playreport" width="150" height="150" /></a>Meine mittlerweile zweieinhalbjährige Erfahrung als Vater hat mir eines gezeigt: Der grösste Teil aller Eltern geht im Möbelhaus mit den vier gelben Buchstaben ein und aus. Wenn man in lockerer Runde über Expedit, Grönö und Bolmen diskutiert, brauchen junge Eltern in der Regel keine Erläuterung &#8211; kurz: IKEA ist aus dem leben vieler junger Eltern kaum mehr wegzudenken. Vielmehr führt diese Vorliebe für den grossen Schweden zu einer regelrechten Uniformierung der Kinderzimmer. Der Grund ist einfach: Die gigantische Auswahl, die mindestens zu einem grossen Teil absolut praxistauglichen Produkte und vor allem aber die Preise machen IKEA attraktiv.<span id="more-748"></span></p>
<p>Dass ausgerechnet IKEA nun eine weltweite Studie zum Spielverhalten durchgeführt hat, ist deshalb eigentlich nicht erstaunlich &#8211; und auch der Umfang der Studie nicht: In 25 Ländern wurden 8&#8217;000 Eltern und 3&#8217;000 Kinder von 7 bis 12 Jahren interviewt. Hauptziel der Studie, so die Initianten, ist, dass mehr gespielt wird.</p>
<p>Die Kernfrage, die bleibt, ist: Was ist spielen überhaupt? Der IKEA-Playreport &#8211; so der volle Name der Studie &#8211; lässt diese Frage weitgehend offen. Auch über den Zweck des Spielens im allgemeinen äussert sich die Studie nur am Rand und liefert dazu eine erstaunliche Erkenntnis: So klar ist der Zweck des Spiels gar nicht zu definieren. Während fast die Hälfte aller Eltern der Meinung ist, Spielen müsste immer auch einen bildenden Charakter haben,  und knapp ein Drittel sogar glaubt, das Spiel sollte immer einem Zweck dienen, sehen Kinder dies verständlicherweise völlig anders: Der Hälfte der Kinder geht es ausschliesslich um die Freude am Spiel.</p>
<p>Was mir aufgefallen ist, dass eben genau diese beiden Kernfragen je nach Situation und Familie völlig anders aussehen, dass aber gerade bei unseren beiden, noch sehr kleinen Kindern, zwei Dinge vom eigentlichen Spiel völlig unabhängig sind: Erstens nämlich, dass die Kinder sich schlicht danach sehnen, Zeit mit den Eltern zu verbringen und zweitens, dass sie &#8211; egal, womit sie spielen &#8211; immer wieder in eine eigene, selbstvergessene Welt versinken.</p>
<p>Zum Playreport gehts übrigens <a href="http://www.facebook.com/playreport" target="_blank">hier</a></p>
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		<title>Emotionale Lebensversicherung</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 10:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als meine Frau und ich uns mit entschieden, ein Kind zu bekommen, war dies die wohl einschneidendste Endscheidund unseres Lebens. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit – ich meine das wirklich so – dass bei uns nach einer frühen Fehlgeburt – alles reibungslos und quasi auf Kommando klappte. Während sich dann (nachdem unser Sohn bereits zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als meine Frau und ich uns mit entschieden, ein Kind zu bekommen, war dies die wohl einschneidendste Endscheidund unseres Lebens. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit – ich meine das wirklich so – dass bei uns nach einer frühen Fehlgeburt – alles reibungslos und quasi auf Kommando klappte. </p>
<p>Während sich dann (nachdem unser Sohn bereits zur Welt gekommen war) befreundete Ehepaare mit normalen Schwangerschaften und leider auch unterschiedlichsten Komplikationen herumschlugen, wuchs Sohnemann bereits heran und stand aufgrund seines sonnigen Gemüts aber auch, weil er eben das erste einer ganzen Welle von Babies war, immer im Mittelpunkt. Und während er grösser wurde, und sich der Kindersegen in unserem Bekanntenkreis multiplizierte, sahen wir viele hübsche und weniger hübsche Babies.<span id="more-743"></span> Immer wieder sagten wir uns: Wir haben das schönste – und wurden von unseren Bekannten in diesem Glauben auch bestärkt.</p>
<p>Und da sass ich nun neulich am PC und schaute nach langer Zeit wieder mal – Sohnemann ist mittlerweile ein gut zweieinhalb jähriger, strammer junger Mann – die Ferienfotos von vor eineinhalb Jahren an. Die Erkenntnis traf mich mit voller Wucht: (O Schreck) Hmm&#8230; so hübsch war er eigentlich gar nicht. Es schien mir im ersten Moment ein frevlerischer Gedanke zu sein – aber ich konnte mich davon nicht lösen. Also schaute ich mir andere Bilder an und kam zum Schluss: Es stimmt! Mit einer gewissen Objektivität betrachtet war er bei weitem nicht so hübsch, wie ich immer gedacht hatte. Das heisst, hübsch schon.  Aber ohne, dass ich hätte studieren müssen, fiel mir das eine oder  andere Baby ein, das den Vergleich nicht zu scheuen brauchte. </p>
<p>Nun, es ist eine Frage die mich und meine Frau schon lange beschäftigt: Ist es wirklich so, dass Eltern von ihren Kindern derart eingenommen sind, dass sie sie nicht mehr objektiv wahrnehmen können? Und je länger mir diese Frage durch den Kopf geht und je mehr Eltern ich beobachte, desto mehr glaube ich, dass dies tatsächlich auf einen Grossteil der frischgebackenen Eltern zutrifft. Und immer mehr glaube ich auch, dass das so sein muss.</p>
<p>Von dem Moment an, in dem man als Eltern so ein schreiendes Bündel im Arm hat, ist man für mehrere Jahre intensiv gebunden. Jeder Schritt wird bewusst oder unbewusst bestimmt durch ein neues Gefühl der Verantwortung. Selbst wenn man die Kinder mal abgibt, ertappt man sich immer wieder beim Gedanken an sie. Man beginnt seine Gewohnheiten zu ändern und sein Leben umzukrempeln (natürlich erst, nachdem  man mit dem festen Vorsatz, möglichst so weiter zu machen, wie zuvor, kläglich gescheitert ist) und bisweilen auch die Einstellungen über den Haufen zu werfen. Das fordert einen heraus, kostet viel Zeit und Nerven. Und das verrückte ist – man tut es trotz verschiedentlichem Zähneknirschen und bisweiligem lautem Protest freiwillig und fühlt sich manchmal sogar richtig gut dabei.</p>
<p>Wenn man also diese für Aussenstehende völlig irrationale Liebe (ist Liebe nicht ohnehin meist irrational) bei Lichte betrachtet, kommt man nicht umhin, festzustellen, wie wertvoll sie ist: Sie ist so etwas wie eine emotionale Lebensversicherung für die Kinder und völlig notwendig. Denn würden nur sympathische, hübsche, gesunde Kinder von ihren Elten geliebt, wäre unsere Welt ein trauriger Ort.</p>
<p>Und so werden meine Frau und ich auch weiterhin dem Glauben fröhnen, wir hätten die beiden schönsten Kinder auf Gottes Erde – und selbstverständlich alle anderen jungen Eltern mit Komplimenten für ihre Kinder überhäufen. Denn schliesslich stimmt das ja. Rein subjektiv betrachtet. </p>
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		<title>Du, Papa, los emol</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 20:42:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt neuerdings ein Wort, das mir in letzter Zeit verschiedentlich begegnet ist, und mit dem ich mich nicht so recht anfreunden mag: Fremdschämen. Gemeint ist, dass man sich aufgrund seines Verhaltens für ihn &#8211; oder vielmehr an seiner Stelle schämt. Wenn Sie dieses Gefühl nicht kennen,  schauen Sie einfach mal eine Castingshow wie  Supertalent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt neuerdings ein Wort, das mir in letzter Zeit verschiedentlich begegnet ist, und mit dem ich mich nicht so recht anfreunden mag: Fremdschämen. Gemeint ist, dass man sich aufgrund seines Verhaltens für ihn &#8211; oder vielmehr an seiner Stelle schämt. Wenn Sie dieses Gefühl nicht kennen,  schauen Sie einfach mal eine Castingshow wie  Supertalent oder was in der Art.  Sie werden spätestens beim Auftritt der ersten 50 jährigen LKW-Fahrerin, der ihre Familie in Kenntnis des allmorgendlichen Unter-der-Dusche-Gejaules einen Auftritt als Sängerin nahegelegt hat, ganz genau wissen, worum es geht.</p>
<p>Fremdschämen passiert relativ unvermittelt und ist nicht planbar. Es überkommt einen einfach. Der Grund, warum ich das so ausführlich erkäre ist, dass mir keine Bezeichnung für das Gegenteil von Fremdschämen einfällt. Denn eigentlich geht es mir heute darum. <span id="more-739"></span></p>
<p>Sohnemann lernt zu reden. Er hat diesen mehrjährigen Prozess mit Elan in Angriff genommen und ist jetzt genau in der Phase, in welcher er zwar schon vieles sagen kann, aber noch nicht mal einen Bruchteil davon versteht. Seine Artikulation ist häufig eher eine Wiederholung von gehörtem (Wobei der Ursprung logischerweise bei Mama und Papa zu suchen ist), als ein bewusstes Ausdrücken von Gefühlen oder Meinungen. Und weil das so ist, entstehen bisweilen derart absurd-groteske Situationen, dass man vor lauter Überraschung über diese ungewollte Originalität einfach lachen muss.</p>
<p>Angefangen hat es damit, dass Sohnemann vor etwa eineinhalb Monaten ins Büro gestürmt kam, mich mit seinen Blicken regelrecht fixierte und mit ernsten Gesicht sagte: &#8220;Du, Papa, los emol&#8230;&#8221; und dann etwas orientierungslos stehen blieb. Normalerweise hört er diesen Satz von uns unmittelbar vor einer Sturmwarnung mit Sanktionen. Und der Satz an sich ist ja wenig spektakulär. Dieses Wort traf vielmehr auf sein Gesicht zu, als ihm erstens bewusst wurde, dass er gerade dabei war, Papa zusammenzustauchen und zweitens, dass er eigentlich gar nicht mehr zu sagen hatte. Es war schlicht und einfach lustig, denn Ton und Ausdruck waren oskarwürdige Kopien von mir selber.</p>
<p>Wenn Sie mir insgeheim vorwerfen, ich sei ein emotionaler Dödel, haben Sie wahrscheinlich nicht mal so unrecht. Tatsache ist nämlich, dass ausser mir und vielleicht meiner Frau, die allermeisten Menschen dieses Verhalten unseres Kindes nicht einordnen könnten. Der Grund ist ganz einfach: All diese &#8220;Du, Papa, los emol&#8230;&#8221;-Sätze sind Kopien. Und zwar von mir oder meiner Frau. Was da passiert, ist der Lernprozess von Sohnemann aber daneben auch ein Spiegel, der uns vorgehalten wird. Ein Spiegel so unvoreingenomen und gutmütig, dass wir uns vor Lachen die Bäuche halten &#8211; und im Nachhinein verstohlen leer schlucken. Und zwar nicht aus Scham oder Verunsicherung, sondern schlicht und einfach deshalb, weil diese so ungewollte, ja unverdorbene Parodie unseres Verhaltens  treffender war, als jede Beschreibung &#8211; und dadurch auch heilsamer. Ich weiss noch immer keine Bezeichnung dafür, aber für mich kommt es irgendwo schon dem Gegenteil von Fremdschämen gleich.</p>
<p>Übrigens: Im Moment lachen wir vor allem, aber ehrlicherweise graut mir ein wenig davor, wenn Sohnemann dann auch die weniger angenehmen Seiten meines Charakters zu imitieren beginnt. Und dass er dies tun wird, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.</p>
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		<title>Wenn Babies wachsen</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 04:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der ersten wirklich komischen Dinge, mit denen ich als Vater im Zusammenhang mit Säuglingen konfrontiert war, sind Wachstumsschübe. Ich war bis anhin davon ausgegangen, dass Babies kontinuierlich wachsen und sich entwickeln, sich laufend neue Fähigkeiten aneignen und ihre Entwicklung ein gleichmässig ablaufender Prozess ist. Denkste! Natürlich ist alles viel komplizierter &#8211; und genialer &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der ersten wirklich komischen Dinge, mit denen ich als Vater im Zusammenhang mit Säuglingen konfrontiert war, sind Wachstumsschübe. Ich war bis anhin davon ausgegangen, dass Babies kontinuierlich wachsen und sich entwickeln, sich laufend neue Fähigkeiten aneignen und ihre Entwicklung ein gleichmässig ablaufender Prozess ist. Denkste! Natürlich ist alles viel komplizierter &#8211; und genialer &#8211; eingerichtet.</p>
<p>Um es kurz zu machen &#8211; Die Faktenlage ist folgende:  Kinder erleben besonders in ihrer frühkindlichen Entwicklung mehrere Wachstumsschübe, während derer sie in kurzer Zeit einen grossen Entwicklungssprung machen und ganz plötzlich komplett neue Sachen lernen &#8211; völlig aus dem Nichts heraus. Bei unseren Kindern waren dies &#8211; und das ist recht typisch &#8211; auch die Zeiten, in denen sie das Sitzen, das Hochziehen oder &#8211; bei Mäuselchen ganz aktuell &#8211; das Gehen lernten.<span id="more-731"></span></p>
<p>Ursache für die Wachstumsschübe sind wachstumsbedingte Veränderungen im Nervensystem, welche  dies begünstigen und damit nicht nur die Eltern sondern insbesondere  auch das Kind überraschen. Das Problem ist, dass diese Schübe nicht nur mit dem Erwerb neuer Fähigkeiten sondern auch mit einer grossen Verunsicherung einhergehen. Die Kinder sind in dieser Zeit weinerlich und haben ein extremes Bedürfnis nach Nähe. Bei Sohnemann, welcher kein extremer Berühurungstyp ist, äusserte sich dies weniger stark, als bei Mäuselchen, welche  nur noch herumgetragen werden wollte und jedesmal, wenn sich Papa oder Mama abwandten, zu weinen begann. Bei beiden äusserten sich vor allem die späteren Wachstumsschübe nebst den genannten vor allem mit folgenden Anzeichen:</p>
<ul>
<li>Extreme Ungeduld</li>
<li>Wutausbrüche, wenn etwas nicht gerade geht, wies soll</li>
<li>Einschlafprobleme</li>
<li>Essverhalten (Wir hatten ja keine Ahnung, wie viel ein Baby essen kann!)</li>
<li>Entdecken neuer Spiele</li>
<li>Allgemein heftige Stimmungsschwankungen (Typisch: Lachsalven mit Tränen in den Augen)</li>
</ul>
<p>Während der ersten 60 Lebenswochen macht ein Kind normalerweise 8 solche Schübe durch, die erstaunlicherweise bei allen Kindern etwa zur gleichen Zeit kommen (massgeblich ist allerdings nicht das eigentliche Geburtsdatum sondern der errechnete Geburtstermin. Kinder die früher zur Welt kommen, werden die Schübe entsprechend später haben, Kinder die nach dem Termin zur Welt kamen, entsprechend früher).</p>
<p>Das schöne an den Wachsttumsschüben ist, sie gehen vorbei. Bei unseren Kindern dauerten sie jeweils etwa zwei Wochen und gingen dann in sehr angenehme Zeiten über, während denen die Kinder ihre jeweiligen neuen Fähigkeiten  ausprobierten und sich daran gewöhnten.</p>
<p>Eine sehr gute Zusammenfassung und vor allem eine Auflistung der ersten acht Wachstumsschübe finden Sie <a href="http://www.hallo-eltern.de/m_baby/wachstumsschub1.htm" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<item>
		<title>Gangwerk</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:03:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist bestimmt 15 Jahre her, seit ich diesen Artikel las, deshalb mag man mir vergeben, wenn ich ihn nicht originalgetreu wiedergebe. Konkret ging es um folgendes: Irgendwo im zentralafrikanischen Hinterland wurde ein Stamm von Eingeborenen entdeckt, deren Gang einige Fragen aufwarf. Entgegen allen westlichen, östlichen, nördlichen und südlichen Gepflogenheiten gingen diese Menschen nämlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist bestimmt 15 Jahre her, seit ich diesen Artikel las, deshalb mag man mir vergeben, wenn ich ihn nicht originalgetreu wiedergebe. Konkret ging es um folgendes: Irgendwo im zentralafrikanischen Hinterland wurde ein Stamm von Eingeborenen entdeckt, deren Gang einige Fragen aufwarf. Entgegen allen westlichen, östlichen, nördlichen und südlichen Gepflogenheiten gingen diese Menschen nämlich nicht strammen Schrittes mit der Ferse voran und rollten dann ab, sondern sie tasteten mit Zehen und Fussballe erst die Erde ab, bevor sie den Fuss abstellten.</p>
<p>Dieser Artikel kam mir neulich in den Sinn, und auch mein damaliges Unverständnis über diese Gangart. Damals dachte ich in meinem jugendlich arroganten Übermut, da habe sich wohl mal wieder ein Forscher auf der Suche nach einer ethnologisch interessanten Neuerung intellektuell ausgetobt. Dass mir dies ausgerechnet neulich in den Sinn kam, ist indes kein Zufall &#8211; doch erst muss ich ein ganz klein wenig ausholen: <span id="more-725"></span>Wenn ich in meiner Zeit als Vater und als Bekannter vieler Eltern eines gelernt habe, dann dies: Selbst in hervorragend aufgeräumten und sauber geputzten Wohnungen schafft es ein Kleinkind immer wieder, irgendwo (bevorzugterweise dort, wo niemand damit rechnet) irgendwas (von Vorteil etwas, woran niemand denkt) liegen zu lassen.</p>
<p>Da ich als Erwachsener die schauderhafte Angewohnheit habe, über  alles, was sich mir in den Weg legt, zu stolpern, Nachts aber nie das  Licht anmache, weil ich sonst nicht mehr schlafen kann, gehören nächtliche Kolisionen zum Programm. Dies verschärft sich noch dadurch, dass ich nachts in der Regel barfuss unterwegs bin. Denn, wie bei so vielen  Eltern kommt es auch bei Papas immer mal wieder vor, dass man Nachts aufstehen muss. Ein Kind weint, die Flasche im Bettchen ist leer und auf dem Weg zum Badezimmer kracht man dann völlig unerwartet in den kleinen Spielzeugtraktor aus Stahl.</p>
<p>Ich habe geschrieben &#8220;gehören Kolisionen zum Programm&#8221; &#8211; richtig wäre aber &#8220;gehörten&#8221;. Denn aus reinem Selbsterhaltungstrieb gewöhnte ich mir völlig unbewusst an, bei diesen nächtlichen Streifzügen nicht mehr wie gewohnt aufzutreten, sondern erst mit dem vorderen Teil des Fusses die Lage zu klären.</p>
<p>Und wie mir dies auffiel und ich mir überlegte, wie dämlich das wohl bei Licht aussehen würde, im vollen Bewusstsein, dass ich das nie herausfinden würde, da ich, sobald das Licht anging, wieder in den gewohnten Gang wechselte, kam mir auch diese Reportage wieder in den Sinn. Tröstliches Fazit: Sollte es dieses eingeborene Volk irgendwo im zentralafrikanischen Hinterland wirklich geben, und sollten diese Menschen sich auch tagsüber so fortbewegen, dann sollten Sie sich dies sagen lassen: Es gibt also im von Euch aus gesehen fernen Norden tatsächlich verwandte Gangwerke. Wenn auch nur Nachts im Spielzeugdschungel.</p>
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		<title>Singen lernen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 13:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sohnemann ist jetzt zweieinhalb, Mäuselchen 11 Monate &#8211; und eines der Dinge, die ich in dieser Zeit gelernt habe ist dies: Kinder lernen durch Wiederholung. Nicht nur, aber auch. Und das gilt nicht nur fürs Reden. Spontan kommt mir das Bild von Sohnemann auf seinem Lesekissen in der Ecke in den Sinn, einem der ganz wenigen Möbelstücke, die den ihm zugedachten Zweck voll und ganz erfüllen: Scheinbar zum tausendsten mal ist er scheinbar vollkommen in dasselbe Pixibüchlein vertieft  &#8211; doch er liest nicht. </p>
<p>Nun, Lernen ist wichtig und Kinder müssen so vieles lernen. Wenn Sohnemann also so versunken wie ein Kurzsichtiger über eines seiner heissgeliebten Bücher oder Büchlein gebeugt in seiner Ecke sitzt,  dann lernt er zu singen. <span id="more-719"></span>Denn nebenher läuft eine CD mit Kinderliedern. Und sie läuft und läuft und läuft. Und es ist diese Wiederholung, die mich zum Schreiben bringt: Ich gebe es zu: Um manche Dinge beneide ich meine Frau bisweilen: Ihre Zeit mit den Kindern, während ich in einem Meeting sitze, noch mehr ihren Freiraum, die Möglichkeit, auch tagsüber Freundinnen zu treffen und manches mehr. Aber diese Dauerberieselung, darum beneide ich sie nicht. </p>
<p>Es war vor ein paar Tagen, wir hatten uns am Abend zuvor mal wieder augenverdrehend in die musikalische Geräuschkulisse ergeben &#8211; denn Musik spielt in unserer Familie eine ziemlich wichtige Rolle &#8211; spazierte Sohnemann mit seinem Bububär durch die Wohnung, und begann plötzlich zu singen. </p>
<p>Kennen Sie Chopins erstes Klavierkonzert Opus 11, und zwar den zweiten Satz mit dem Titel &#8220;Romance&#8221;? Kennen Sie darin die Stelle irgendwo um Minute 9:20, die Stelle in der das Solo in diese weiche, perlende Melodie übergeht? Ich habe einen ziemlich vielfältigen Musikgeschmack und diese Stelle ist für mich in etwa die allerschönste Musikstelle die es gibt. Als ich die Stelle zum ersten Mal gehört habe war ich indes nicht annähernd so gerührt wie als Sohnemann auf seinem völlig selbstvergessenen Weg vom Büro ins Wohnzimmer und zurück begann, eines dieser einfachen Kinderlieder zu singen. Mit vielen sprachlichen Fehlern wohlbemerkt und auch die Melodie war nicht lupenrein aber egal. </p>
<p>Mit dieser Entdeckung begann allerdings ein neuer Zyklus an Wiederholungen. Wie auch immer: Wenn wir dereinst so weit sein sollten, wie die kleine Lady im folgenden Film werden wir wohl zu anspruchsvollerer Musik übergehen&#8230; <img src='http://www.papablog.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>&#8220;Weisch, wenn Du gross bisch&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 07:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kinder zwingen uns Erwachsene stets von neuem, uns zu begründen, zu hinterfragen &#8211; und uns zu ändern. Und dies schlicht durch ihre Sicht der Welt. Dass sich diese grundsätzlich von jener uns Erwachsener unterscheidet, ist beileibe nichts neues. Richtig spannend wird es allerdings dann, wenn sich Meinungen und Denkmuster Erwachsener ins Verhaltensmuster der Kinder einzuschleichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder zwingen uns Erwachsene stets von neuem, uns zu begründen, zu hinterfragen &#8211; und uns zu ändern. Und dies schlicht durch ihre Sicht der Welt. Dass sich diese grundsätzlich von jener uns Erwachsener unterscheidet, ist beileibe nichts neues. Richtig spannend wird es allerdings dann, wenn sich Meinungen und Denkmuster Erwachsener ins Verhaltensmuster der Kinder einzuschleichen beginnen und diese, ohne es zu wissen, plötzlich zu einem Spiegel ihrer Eltern werden. Besonders augenfällig ist dies bei der Körperhaltung oder bei gewissen Bewegungsabläufen oder Tätigkeiten (beispielsweise beginnen fast alle Kinder in unserem Bekanntenkreis damit, ihre Eltern beim Telefonieren nachzuahmen). Aber natürlich ist es noch viel spannender, wenn Kinder reden und mit irgendwo aufgeschnappten Weisheiten oder stereotypen Äusserungen unbeabsichtigte Situationskomik produzieren.<br />
<span id="more-715"></span><br />
Bisweilen treibt diese Grundform des Lernens denn auch sonderbare Blüten. Meine Frau hat viel Kontakt zu anderen Müttern mit kleinen Kindern und brachte neulich folgende Geschichte mit nach Hause: Der kleine Sohn einer Freundin interessiert sich neuerdings sehr für Automarken. Dass er sich damit auch auskennt stellt er immer von neuem unter Beweis, so auch vor ein paar Tagen, als er mit seiner Mutter im Aufzug aus der Tiefgarage in den Supermarkt fuhr. Völlig unvermittelt wandte er sich an einen wildfremden Mann und stellte ihm in der beklemmenden Enge der Fahrstuhlkabine die Fragen aller Fragen: &#8220;Was für es Auto hesch Du?&#8221; Nun, es gab kein Entrinnen. Der Mann antwortete: &#8220;E VW&#8221;. Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, wie der Kleine darauf versuchte &#8211; ganz der Papa &#8211; die Stirn zu runzeln. Auf jeden Fall meinte er nach einer kurzen Pause und mit unüberhörbarem Bedauern in der Stimme: &#8220;Ach weisch, wenn Du gross bisch, chasch der sicher e Mercedes leischte!&#8221;</p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob der so unerwartet einbezogene Herr der Schöpfung diese Antwort erwartet hat &#8211; ganz zu schweigen von der Mutter. Aber nichts desto trotz: Die unbestechliche Logik eines Kindes lässt sich nicht von der Hand weisen&#8230;</p>
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		<title>Zurück zur Natur</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 06:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Derzeit schiessen Spielgruppen wie Pilze aus dem Boden. Eine eher neue Form ist dabei die Bauernhof-Spielgruppe. Die Kinder treffen sich entsprechend auf dem Bauernhof und erleben hautnah die Landwirtschaft mit. Dass dabei nicht nur der Kontakt zu Natur und Tieren im Zentrum steht sondern auch ein Bezug zur Lebensmittelproduktion und deren Saisonalität hergestellt wird, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit schiessen Spielgruppen wie Pilze aus dem Boden. Eine eher neue Form ist dabei die Bauernhof-Spielgruppe. Die Kinder treffen sich entsprechend auf dem Bauernhof und erleben hautnah die Landwirtschaft mit. </p>
<p>Dass dabei nicht nur der Kontakt zu Natur und Tieren im Zentrum steht sondern auch ein Bezug zur Lebensmittelproduktion und deren Saisonalität hergestellt wird, kann dem konsumverhalten künftiger haushaltführender Personen nur dienlich sein&#8230;</p>
<p><span id="more-706"></span></p>
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