<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>papablog.ch</title>
	<atom:link href="http://www.papablog.ch/index.php/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.papablog.ch</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 Sep 2011 19:16:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Porentief rein</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/porentief-rein/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/porentief-rein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 19:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Bach]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=957</guid>
		<description><![CDATA[Es ist ein Thema, das immer mal wieder auftaucht und mit einer gewissen Sensibilität behaftet ist: Der Preis für unsere Sauberkeit. Ich verzichte darauf, die gesamten Hintergründe zu erläutern, da die folgende Sachlage mittlerweile hinlänglich bekannt sein dürfte: Die überaus segensreichen Fortschritte im Bereich der Hygiene während der vergangenen 50 Jahre haben zu einer massiven [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_958" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7024_Nuss.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-958" title="die tägliche Ration Dreck kann helfen, das Immunsystem zu stärken" src="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7024_Nuss-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">die tägliche Ration Dreck kann helfen, das Immunsystem zu stärken.</p></div>
<p>Es ist ein Thema, das immer mal wieder auftaucht und mit einer gewissen Sensibilität behaftet ist: <strong>Der Preis für unsere Sauberkeit</strong>. Ich verzichte darauf, die gesamten Hintergründe zu erläutern, da die folgende Sachlage mittlerweile hinlänglich bekannt sein dürfte: Die überaus segensreichen Fortschritte im Bereich der Hygiene während der vergangenen 50 Jahre haben zu einer massiven Steigerung von Allergieerkrankungen geführt. Gerade bei Kindern. Auch wurde ebenfalls mehrfach nachgewiesen, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, und regelmässig Zeit im Stall verbringen &#8211; einem Umfeld also, das eher zur schmutzigen Sorte gehört &#8211; zwar nicht unbedingt weniger krank sind, dafür aber deutlich seltener an Allergien leiden, als Kinder, die in einer Agglomeration aufwachsen. Was genau die Gründe sind, weiss man nicht hundertprozentig, dass die übersteigerten Hygienevorstellungen mit eine Rolle spielen, ist jedoch erwiesen. <span id="more-957"></span></p>
<p>Nun, um eines gleich von vornherein klarzustellen: Ich schätze die tägliche Dusche sehr, und die Trauerränder unter den Fingernägeln meiner Kinder treiben mich fast täglich zu Verzweiflung. Sauberkeit ist mir wichtig und mit den folgenden Zeilen will ich unsere Hygiene keinesfalls verteufeln. Nur: Als ich neulich die Werbung für einen automatischen, elektrischen Seifenspender sah, der per Infrarot (also ohne Berühren des Spenders) eine Flüssigseife ausgibt, die 99.9 % aller Bakterien vernichtet, und damit &#8211; nota bene in drei Geschmacksrichtungen &#8211; für die ganze Familie &#8220;Spass beim Händewaschen&#8221; bietet, fragte ich mich schon ein wenig, ob das nicht doch zuviel des Guten sei.</p>
<p>Natürlich ist es so, dass auch unsere Kinder regelmässig die Hände waschen. Und natürlich ist es auch so, dass sie dies immer mal wieder mit Seife tun. Doch neulich erwischte ich unsere Mittlere beim Knacken von Haselnüssen. Sie sass im strömenden Regen bewaffnet mit einem Stein mitten in der Einfahrt und zerschlug die Schalen, klaubte die Nüsse heraus,  und als sie mich sah, bot sie mir &#8211; ganz die gut erzogene Tochter &#8211; einen Haselnusskern an. Ich gestehe: Ich war froh, dass es regnete, denn sonst wäre die Nuss noch viel schmutziger gewesen. Ich zeigte ihr, wo sie die Nüsse waschen konnte und ass dann die saubere Nuss auch &#8211; das erste aus Pflichtgefühl, das zweite aus Spass. Und auch wenn ich mich über die verschmutzten Regenkleider ärgerte: Insgeheim &#8211; ich gebe es offen zu &#8211; freute ich mich darüber, dass die Kleine keine Angst vor Dreck hat.</p>
<p>Übrigens: Wussten Sie, dass der zunehmende Einsatz von Desinfektionsmitteln Kläranlagen in ihrer Funktion massiv beeinträchtigen? Und von einem Kollegen habe ich mir neulich sagen lassen, dass auch Fische und andere Tieren in unseren Oberflächengewässern unter diesen Mitteln leiden. Haben wir doch den Mut zu einem etwas gesunderen Verhältnis zu Dreck. Unseren Kindern und der Natur zu liebe.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/porentief-rein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grösse und so.</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/grosse-und-so/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/grosse-und-so/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 18:26:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Buben]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=951</guid>
		<description><![CDATA[Was genau muss man tun, um weltweit als leuchtendes Beispiel zu gelten? Wollen Sies wirklich wissen? Nun, liebe Leser, es braucht dazu nicht viel. Wie wenig dazu nötig ist, bewies ein 12 jähriger Junge, der von einem amerikanischen Fernsehsender zur &#8220;Person of the week&#8221; gekürt wurde. Die Geschichte ist dabei folgende: Der Knabe war mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was genau muss man tun, um weltweit als leuchtendes Beispiel zu gelten? Wollen Sies wirklich wissen? Nun, liebe Leser, es braucht dazu nicht viel.</p>
<p>Wie wenig dazu nötig ist, bewies ein 12 jähriger Junge, der von einem amerikanischen Fernsehsender zur &#8220;Person of the week&#8221; gekürt wurde.</p>
<p>Die Geschichte ist dabei folgende: Der Knabe war mit Freunden in einem Baseball-Spiel. Bei Anlässen dieser Art gehört es zu etwas vom Grössten, im Publikum zu sitzen und einen Ball zu fangen. Und genau das passierte dem Jungen. Gemeinsam mit zwei anderen Jungs steht er da am Geländer und fängt tatsächlich den Ball. Sein Jubel kennt keine Grenzen. <span id="more-951"></span></p>
<p>Doch dann, geschieht etwas, was mit Worten wie &#8220;unglaublich&#8221; in diversen Zeitungen, Communities und Blogs beschrieben wird:</p>
<p>Ein anderer, kleinerer Junge, der ebenfalls den Ball hatte fangen wollen, ihn aber um wenige Zentimeter verfehlt hatte, sitzt eine Reihe weiter vorn und lässt sich von seiner Mutter trösten. Und unser tapferer Ballfänger nimmt den Ball, und gibt ihn freiwillig wieder her:</p>
<p><object width="578" height="470" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/OcpDcrZFFJM?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="578" height="470" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/OcpDcrZFFJM?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Tja. Einem einigermassen kritischen Beobachter fällt natürlich sofort auf, dass der Junge das nicht (nur) aus eigenem Antrieb getan hat. Ein älterer Mann, der vom Geländer verdeckt ist, interveniert offensichtlich und sorgt dafür, dass der Ball den Besitzer wechselt. Und trotzdem: Nicht jeder hätte diese Trophäe freiwillig hergegeben.</p>
<p>Das Internet ist voll von solchen Geschichten. Und ganz egal, ob in dieser uramerikanischen Interpretation nun ein älterer Mann seine Autorität ins Spiel bringt oder nicht: Tatsache ist, dass solche Ereignisse für Aufsehen sorgen.</p>
<p>Nun, ich frage mich dann: Ist es wirklich so aussergewöhnlich, dass man Grösse dieser Art sieht. Die Antwort, die zu geben mir zwar etwas schwer fällt, ist in der Tat: Ja. Egal obs im TV kommt oder nicht: Dieses Verhalten ist selten. Es gibts, zweifellos, aber es ist selten.</p>
<p>Was mich an der Sache wirklich nachdenklich macht, ist indes folgendes: So sehr ich mir etwas anderen wünschen würde: Meine Kinder werden dieses edle Verhalten erst an den Tag legen, wenn ich es ihnen vorlebe. Und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, mir falle dies leicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/grosse-und-so/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Kinder klettern sollen</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/warum-kinder-klettern-sollen/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/warum-kinder-klettern-sollen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Buben]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<category><![CDATA[Weinen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=938</guid>
		<description><![CDATA[Wie weit sollen Kinder vor den Gefahren des Alltags beschützt werden? Diese Frage stellt sich mir  immer dann, wenn ich Eltern auf einem Spielplatz beobachte. Und nein, keine Angst: Jetzt kommt keine &#8220;Väter-trauen-ihren-Kindern-mehr-zu&#8221;-Predigt. Wohl ist es erwiesen, dass bei der Betreuung durch Väter mehr Unfälle passieren, aber darum gehts mir nicht. Was ich meine, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_940" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/07/schaukeln-macht-Spass.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-940" title="Jannik" src="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/07/schaukeln-macht-Spass-150x150.jpg" alt="Schaukeln macht Spass" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Nur richtig hoch schaukeln macht Spass. Oder?</p></div>
<p>Wie weit sollen Kinder vor den Gefahren des Alltags beschützt werden? Diese Frage stellt sich mir  immer dann, wenn ich Eltern auf einem Spielplatz beobachte. Und nein, keine Angst: Jetzt kommt keine &#8220;Väter-trauen-ihren-Kindern-mehr-zu&#8221;-Predigt. Wohl ist es erwiesen, dass bei der Betreuung durch Väter mehr Unfälle passieren, aber darum gehts mir nicht.</p>
<p>Was ich meine, ist folgendes: Die meisten Kinder sind mutig, entdeckungsfreudig und bewegen sich beispielsweise auf einem Spielplatz im Rahmen ihrer Möglichkeiten hervorragend. Unfälle auf einem Spielplatz kommen vor, sind aber in der Regel nicht dramatisch und in den meisten Fällen nach der nächsten Fahrt auf der Rutschbahn vergessen. <span id="more-938"></span>Dennoch sehe ich immer wieder Eltern, die ihre Kinder vor allen existenten und nicht existenten Gefahren beschützen wollen. Die Strickleiter ist tabu, das Seilnetz sowieso und weil die grosse Rutschbahn nur über eine schmale Hängebrücke erreichbar ist, kommt sie sowieso nicht in Frage.</p>
<p>Auf jeden Fall hat es mir fast das Herz abgedrückt, als ich neulich den sehnsuchtsvollen Blick eines gewiss vierjährigen Jungen sah, der am Fuss des Kletterturms stand und wegen des ausdrücklichen Verbots seiner Eltern zusehen musste, wie die anderen Kinder über die Seilbrücke balancierten. Ich frage mich, ob ein aufgeschlagenes Knie oder eine Beule wirklich mehr geschadet hätten, als dieses Gefühl, von etwas Tollem ausgeschlossen zu sein&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/warum-kinder-klettern-sollen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Tabus und Umlauten.</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/von-tabus-und-umlauten/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/von-tabus-und-umlauten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 19:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=918</guid>
		<description><![CDATA[Unsere Mittlere hat in den vergangenen zwei Monaten gelernt zu reden. Wirklich, von null auf fast 100. Bei der Zweijahreskontrolle im April meinte der Kinderarzt, er wolle sie in drei Monaten nochmal sehen, weil sie wirklich nicht sprechen konnte. O und U kamen ihr nicht über die Lippen, was sie sagte, waren Laute wie &#8220;mänebäde&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Mittlere hat in den vergangenen zwei Monaten gelernt zu reden. Wirklich, von null auf fast 100. Bei der Zweijahreskontrolle im April meinte der Kinderarzt, er wolle sie in drei Monaten nochmal sehen, weil sie wirklich nicht sprechen konnte. O und U kamen ihr nicht über die Lippen, was sie sagte, waren Laute wie &#8220;mänebäde&#8221; oder &#8220;nänegä&#8221;. Heute &#8211; acht Wochen später macht sie Sätze. Die Aussprache ist zwar noch nicht ganz lupenrein, aber immerhin &#8211; welch ein Fortschritt! Einzig mit den Umlauten Ö  und Ü sowie mit L und SCH happert es.</p>
<p>Eigentlich gehört das ja gar nicht zur Geschichte, die ich heute aufschreibe, aber gerade letzteres hilft beim Verständnis. Worauf ich heute hinaus will, ist nämlich etwas ganz anderes:<span id="more-918"></span></p>
<p>Meine Frau und ich haben von Anfang an sehr offen kommuniziert, wenn wir mit unseren Kindern an den Anschlag kamen. Dabei fiel uns immer wieder auf, dass es unter Eltern eine ganze Menge Dinge gibt, die nicht ausgesprochen werden (dürfen). Nie werde ich den fassungslosen Blick einer befreundeten Mutter vergessen, als ich ihr sechs Monate nach Mäuselchens Geburt, nach unzähligen Nächten mit weniger als vier Stunden Schlaf, davon die meisten mit zwei oder drei Unterbrüchen, offen sagte, bisweilen würde ich das wunderhübsche kleine Wesen in meinen Armen am liebsten aus dem Fenster werfen.</p>
<p>Manchmal habe ich den Eindruck, das Eingeständnis von (bisweilen totaler) Überforderung durch die Kinder komme einem moralischen Bankrott gleich, den sich niemand um keinen Preis selber zumuten will &#8211; selbst dann nicht, wenn alle im Umfeld es schon lange gemerkt haben.</p>
<p>Wie auch immer: Die Sache mit dem aus-dem-Fenster-werfen geschah deshalb nicht &#8211; und alle kritischen Geister mögen mir diese vielleicht nicht ganz unerwartete Sentimentalität vergeben &#8211; weil neben einem gesunden Mass an Disziplin und natürlich viel elterlicher Liebe auf der Zeitachse des Leidens immer wieder diese Momente aufblitzten, die so vieles aufwogen.</p>
<p>Mäuselchen hat am Anfang sieben Monate Tag und Nacht geschrien. Das wirklich Einzige, was half &#8211; und wir haben so ziemlich alles ausprobiert &#8211; war herumtragen. Tagsüber gings ja noch, aber abends und insbesondere nachts war es die Hölle. Trotzdem erinnere ich mich  an ihr erstes lautes Lachen, als wärs gestern gewesen. Und jener Samstagnachmittag, als sie auf meinem Bauch auf dem Sofa schlief, aufwachte, sich aufstützte und mich einfach aus heiterem Himmel anlachte, hat sich unauslöschbar in mein Gedächtnis eingebrannt. Und das Schöne ist, diese Momente kommen immer wieder. Sie werden vielleicht mit zunehmendem Alter der Kinder etwas seltener, aber sie gewinnen an Tiefe.</p>
<p>Und neulich war wieder so ein Moment. Mama war abends unterwegs und hatte sich schon vor der Schlafenszeit verabschiedet. Wie jeden Abend brachte ich die Kinder zu Bett. Plötzlich fragte Mäuselchen: &#8220;Wo &#8216;s Mama?&#8221; Ich: &#8220;Mama musste noch weg&#8221;. Ohne etwas zu sagen, drehte sie sich um, lief zurück zur Wohnungstür, stand einen winzigen Augenblick still, dann legte sie beide Hände auf die Tür, und drückte einen dicken, innigen Kuss auf die Tür und rief laut &#8220;Tsooous Mama!!!&#8221; mit einem bezaubernden Lächeln ob dieser absolut logischen Tat, spazierte sie am verdutzten Papa vorbei und ging ohne ein weiteres Wort zu Bett.</p>
<p>Ich hätte sie am liebsten gefressen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/von-tabus-und-umlauten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>es wimmelt&#8230;</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/es-wimmelt/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/es-wimmelt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 04:15:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=911</guid>
		<description><![CDATA[Normalerweise achte ich tunlichst darauf, dass mein mittlerweile dreijähriges iPhone 3GS nicht in die Hände der Kinder gelangt. Hin und wieder &#8211; wenn sie mich beim Fotografieren ertappen, dürfen sie durch die mittlerweile beachtliche Fotosammlung blättern, das wars dann aber auch schon. Doch seit kurzem mache ich hin und wieder eine Ausnahme. Grund ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_912" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/06/wimmelbuch.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-912" title="wimmelbuch" src="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/06/wimmelbuch-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">es wimmelt</p></div>
<p>Normalerweise achte ich tunlichst darauf, dass mein mittlerweile dreijähriges iPhone 3GS nicht in die Hände der Kinder gelangt. Hin und wieder &#8211; wenn sie mich beim Fotografieren ertappen, dürfen sie durch die mittlerweile beachtliche Fotosammlung blättern, das wars dann aber auch schon.</p>
<p>Doch seit kurzem mache ich hin und wieder eine Ausnahme. Grund ist ein witziges, interaktives Wimmelbuch-App.<span id="more-911"></span>Die witzigen Zeichnungen an sich sind schon reizvoll, aber noch viel mehr sind es die kleinen Figuren, die beim drauftippen irgendwas anstellen. Sohnemann steht besonders auf den Traktor, der dann in der Gegend rumfährt, Mäuselchen hingegen findet die beiden Jungs hinter dem Heuhaufen lustiger.</p>
<p>Dass das Wimmelbuch neben dem Bauernhof auch noch eine Wald- und eine Zoooberfläche hat, ist zusätzlich reizvoll.</p>
<p>Das App kann in <a title="Wimmelbuch" href="http://itunes.apple.com/de/app/wunderwimmelbuch-meine-tiere/id409694260?mt=8">iTunes</a> gekauft werden und läuft auch auf iPad. Für Android-Geräte gibt es das App allerdings nicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/es-wimmelt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Söhne so cool sind.</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/warum-sohne-so-cool-sind/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/warum-sohne-so-cool-sind/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 03:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Buben]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=898</guid>
		<description><![CDATA[Neulich ist mir dies wieder ganz neu bewusst geworden: Einen Sohn zu haben ist das Beste was mir als Vater passieren konnte. Dabei geht es &#8211; wohlverstanden &#8211; nicht darum, dass Söhne zu haben, besser sei als Töchter. Meine beiden kleinen Mädchen sind meine Augäpfel &#8211; ich liebe sie abgöttisch. Aber eben: Sohnemann ist was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich ist mir dies wieder ganz neu bewusst geworden: Einen Sohn zu haben ist das Beste was mir als Vater passieren konnte. Dabei geht es &#8211; wohlverstanden &#8211; nicht darum, dass Söhne zu haben, besser sei als Töchter. Meine beiden kleinen Mädchen sind meine Augäpfel &#8211; ich liebe sie abgöttisch. Aber eben: Sohnemann ist was besonderes. Weshalb? Hier eine ganze Anzahl von Gründen: <span id="more-898"></span></p>
<ul>
<li>Ich habe einen Stammhalter</li>
<li>Er steht auf Wettbewerb und nicht auf Diskussionen</li>
<li>Er diskutiert nicht wegen der Kleider, die er anziehen soll</li>
<li>Lärm, Feuer und Dreck machen ihm Spass</li>
<li>Er hat Spass an Bohrmaschinen, Stichsägen und Presslufthämmern</li>
<li>Mit ihm kann ich eine halbe Stunde an einer Baustelle stehen und Baggern zuschauen</li>
<li>Er hat Spass an Mechanik, Physik und Basteleien</li>
<li>Bob der Baumeister ist lustiger als die kleine Hexe</li>
<li>Da ist jemand, dem ich all die Dinge beibringen kann, die ich von meinem Vater lernte</li>
<li>Wenn er dereinst ins richtige Alter kommt, wird er eine Freundin  heimbringen und nicht von irgend einem dahergelaufenen Typen  abgeschleppt werden</li>
<li>Ich bin sein grosses Vorbild als Mann</li>
<li>Weder er noch ich denken voneinander, wir seien kompliziert</li>
<li>Er trägt KEIN Rosa!</li>
</ul>
<p>Was macht es für Euch aus, einen oder mehrere Söhne zu haben? Freue mich auf Eure Kommentare.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/warum-sohne-so-cool-sind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum?</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/warum/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/warum/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 04:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Buben]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=885</guid>
		<description><![CDATA[Wahrscheinlich, so zeigt die Beobachtung bei anderen Familien, müssen alle Eltern da durch: Auf jede Antwort folgt ein &#8220;Warum?&#8221;. Und dabei spielt es keine Rolle ob diese Frage in dem entsprechenden Moment Sinn macht. Es geht mehr um den Dialog. Sohnemann steckt derzeit mittendrin und wenns nicht hin und wieder so lustig wäre, würde er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahrscheinlich, so zeigt die Beobachtung bei anderen Familien, müssen alle Eltern da durch: Auf jede Antwort folgt ein &#8220;Warum?&#8221;. Und dabei spielt es keine Rolle ob diese Frage in dem entsprechenden Moment Sinn macht. Es geht mehr um den Dialog. Sohnemann steckt derzeit mittendrin und wenns nicht hin und wieder so lustig wäre, würde er mir, ehrlich gesagt, den letzten Nerv ausreissen: <span id="more-885"></span></p>
<p>&#8220;Papa, was ist das für ein Auto?&#8221;<br />
&#8220;Ein VW&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;</p>
<p>Oder:</p>
<p>&#8220;Papa, wer ist das?&#8221;<br />
&#8220;Das ist Peter&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;</p>
<p>Neulich sassen wir im Auto und warteten vor dem Tankstellenshop auf Mama, die noch was fürs Picknick kaufte. Die Kleinste schlief, Mäuselchen sang und Sohnemann fragte:<br />
&#8220;Papa, was macht der Mann da drüben?&#8221;<br />
&#8220;Er tankt sein Auto&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;<br />
&#8220;Weil sein Tank leer ist&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;<br />
&#8220;Tja, weisst Du, er ist weit gefahren, hat alles Benzin verbraucht und muss jetzt wieder auffüllen&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;<br />
&#8220;Damit er wieder fahren kann&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;<br />
&#8220;Nun, ein Motor benötigt eben Benzin, damit er läuft&#8221;<br />
&#8220;Warum?&#8221;<br />
&#8220;Warte ich erklärs Dir&#8230;&#8221; Nach einer dreiminütigen, technisch korrekten Abhandlung über den Ottomotor herrschte Stille. Dann die Frage:<br />
&#8220;Papa, was ist Benzin?&#8221;<br />
Ich hätte jetzt sagen können: &#8220;Das ist Treibstoff&#8221;, oder &#8220;Damit fahren Autos&#8221;. Aber ich sagte:<br />
&#8220;Warum?&#8221;</p>
<p>Stille.</p>
<p>Ich drehte mich um und schaute auf den Rücksitz. Sohnemann sass da, schaute mich irritiert an. Dann begann er laut zu lachen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/warum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Volume Control</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/volume-control/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/volume-control/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 10:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Disziplin]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schreien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=880</guid>
		<description><![CDATA[In unserer direkten Nachbarschaft lebt eine Familie mit zwei Kindern. Als wir vor sechs Jahren unsere Wohnung bezogen, fiel uns diese Familie ziemlich rasch auf &#8211; und zwar wegen der Lautstärke, die sie pflegte. Angefangen bei der ganz normalen Kommunikation und aufgehört bei lautstarken Streitereien &#8211; immer wurde geschrien. Ich erinnere mich, dass meine Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer direkten Nachbarschaft lebt eine Familie mit zwei Kindern. Als wir vor sechs Jahren unsere Wohnung bezogen, fiel uns diese Familie ziemlich rasch auf &#8211; und zwar wegen der Lautstärke, die sie pflegte. Angefangen bei der ganz normalen Kommunikation und aufgehört bei lautstarken Streitereien &#8211; immer wurde geschrien. Ich erinnere mich, dass meine Frau und ich uns über das dauerhafte Geschrei wunderten und kopfschüttelnd feststellten, wie wichtig uns ein respektvoller Umgangston ohne erhobene Stimme sei.</p>
<p>Mittlerweile &#8211; wir sind ja inzwischen mit drei eigenen Kindern gesegnet &#8211; bin ich geneigt, gnädiger zu urteilen. <span id="more-880"></span>Nicht weil ich den lauten Umgangston billige, sondern weil ich aus eigener Erfahrung weiss, dass Lautstärke bisweilen nicht nur Hilfsmittel  sondern zugleich auch Ventil für die eigene Machtlosigkeit im Umgang mit einem eigenständigen Gegenüber ist. Und erstaunlicherweise hängt das nicht nur damit zusammen, dass meine Frau und ich recht ungeduldige Menschen sind &#8211; Kinder anzuschreien ist in der Tat in vielen Familien ziemlich normal. Ob wir es wollen oder nicht. Eine Bekannte, bei der wir immer wieder staunten, wie leise sie mit ihrem ersten Kind auch scharfe Auseinandersetzungen führen konnte, beklagte sich neulich &#8211; auch sie hat mittlerweile drei Kinder &#8211; darüber, dass sie ihre älteste Tochter ständig anschreie. Ein anderer Bekannter, ein sehr geduldiger und eher ruhiger Vater, erzählte, seine Nachbarn seien wegen eines baubedingten Lochs in der Hausmauer einiger lautstarker Auseinandersetzungen mit den Kindern teilhaftig geworden, die sein Image in der Nachbarschaft nicht nur zu seinen Gunsten beeinflusst haben dürften.</p>
<p>Der Grund für das Unbehagen, das viele  Eltern beim Anschreien ihrer Kinder &#8211; oder vielmehr hinterher &#8211; empfinden, muss indes nicht lange gesucht werden:  Abgesehen davon, dass es ganz einfach respektlos ist, ein Gegenüber anzuschreien, kann Lautstärke sehr gewalttätig sein. Dabei meine ich nicht das Erheben der Stimme, wenn sich Sohnemann mal wieder anschickt, ohne links und rechts zu schauen, auf die Strasse zu rennen, sondern das direkte Anschreien der Kinder, Gesicht zu Gesicht. Die Reaktion der Kinder zeigt jeweils deutlich, wie sehr sie diese Konfrontation einschüchtert und &#8211; ehrlich gesagt, ich erschrak selber  jeweils auch.</p>
<p>Ich bin deshalb dazu übergegangen, in Situationen, in denen ich selber ungeduldig oder gereizt bin, von vornherein ganz klare Grenzen zu setzen. Dies aus  der einfachen Überlegung, dass es für die Kinder &#8211; und auch für mich &#8211; einfacher ist, zu wissen, dass Papa gereizt ist und die Lunte in diesen Momenten besonders kurz brennt, als eine plötzliche Eskalation auszuhalten. Und erstaunlicherweise hilft dies wirklich. Zwar ist es noch immer hin und wieder laut bei uns, denn wenn Mäuselchen und Sohnemann ihre Hüpferchen haben, ist ein lautes Wort leider das Einzige was hilft. Aber es ist doch schon eine ganze Weile her, dass ich in meiner Gereiztheit auf den Tisch gehauen habe.</p>
<p>Übrigens: Die Bestätigung dafür, dass mein Verhalten von der Jungmannschaft zumindest zur Kenntnis genommen worden war, erlebte ich kürzlich bei einem Pickinick, als Sohnemann völlig aus dem Nichts heraus zu einem anderen Kind sagte: &#8220;Pass uf, i bi greizt!&#8221;. Was immer er damit auch gemeint haben mag &#8211; jedenfalls fanden es beide ziemlich lustig&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/volume-control/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pequeños Milagros</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/pequenos-milagros/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/pequenos-milagros/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 19:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Buben]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Weinen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=873</guid>
		<description><![CDATA[Vor der Ewigkeit von schätzungsweise 15 Jahren gab es eine Zeit, in der ich mich sehr für kleine Studiofilme interessierte. Ich verbrachte einige Zeit in winzigen Kinos und schaute mir Filme an von denen ich die Hälfte nicht verstand und mir der grösste Teil des Rests nicht gefiel &#8211; die Phase war denn auch ziemlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_875" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/05/14372.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-875" title="14372" src="http://www.papablog.ch/wp-content/uploads/2011/05/14372-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Kleine Wunder für den Tiger.</p></div>
<p>Vor der Ewigkeit von schätzungsweise 15 Jahren gab es eine Zeit, in der ich mich sehr für kleine Studiofilme interessierte. Ich verbrachte einige Zeit in winzigen Kinos und schaute mir Filme an von denen ich die Hälfte nicht verstand und mir der grösste Teil des Rests nicht gefiel &#8211; die Phase war denn auch ziemlich rasch vorüber. Die Erinnerung an viele der Filme ist jedoch geblieben, so auch an einen kleinen Film mit diesem Namen. Pequeños Milagros &#8211; Kleine Wunder. Ich weiss nicht mehr genau, worum es darum ging, aber der Titel ist mir geblieben. Auch weil diese beiden Wörter etwa 60 % meines Spanisch-Wortschatzes ausmachen.</p>
<p>Warum ich all dies schreibe?<span id="more-873"></span>Ganz einfach. Sohnemann und Mäuselchen erhielten auf Ostern anstelle eines weiteren Schokolade-Osterhasen je einen Schleich-Tiger und ein Schleich-Zebra (Wer diese Tiere nicht kennt, sollte mal unter <a title="Schleich-Tierfiguren" href="http://http://www.schleich-s.com">http://www.schleich-s.com </a>nachschauen). Die beiden Tiere ergänzten unseren ohnehin schon beachtlichen Bestand und Wild- und Nutztieren und stiessen wie alle Tiere zuvor auf Begeisterung. Ein paar Wochen später, wir waren zufälligerweise in der Nähe, fand Sohnemann mit diesem so berechnend unschuldigen Blick &#8211; es sei mal wieder Zeit, in die <a title="Landi" href="http://www.landi.ch">Landi</a> zu gehen (dort kriegt man bei uns in der Schweiz diese Tiere).</p>
<p>Gesagt, getan: Die Gemüsesetzlinge für den Garten wurden mit einem Tigerbaby und einem Zebrababy ergänzt und die Stimmung stieg ins Unermessliche. Allerdings nicht lange. An besagtem Samstagvormittag mähte Papa noch rasch den Rasen. Beim anschliessenden Mittagessen fiel es unserem Erstgeborenen wie Schuppen aus den Haaren: Sein Tigerbaby war verschwunden. Nun &#8211; wir suchten nicht lange. Es lag unter der Schaukel im frisch geschnittenen Gras, ein Ohr und ein Bein waren weg, durch den Bauch hindurch ging ein ordentlicher Schnitt und über den Rücken war die Farbe abgeschabt &#8211; kurz: Patient tot und Sohnemann&#8230; Tja, untröstlich war nur der Vorname.</p>
<p>Nun. Ich tat das pädagogisch wohl ungeschickteste überhaupt: Wir klebten dem Tigerbaby unter Tränen ein IKEA-Pflaster mit grün-gelb-roten Tierchen über den Bauch, steckten es unter Sohnemanns herzerweichendem Schluchzen in den Stubenwagen der Kleinsten und während Sohnemann den Mittagsschlaf hielt, machte ich auf dem Weg zu einer anderen Besorgung einen kleinen &#8211; zweiten &#8211; Abstecher in der Landi &#8211; nur, um eine Stunde später im Garten die Freude unseres Grossen zu geniessen, der voller Staunen dahergerannt kam und erzählte, der Verband habe geholfen, sein Tiger sei wieder heil.</p>
<p>Eine gute Bekannte, mit beiden Beinen fest im Leben, meinte neulich, sie habe erst mit etwa 13 Jahren begriffen, dass es tatsächlich Dinge gebe, die ihr Papa nicht mehr reparieren könne. Naja, ich finde, es gibt schlimmere Irrtümmer. Und so ein kleines Wunder zwischendurch zur Aufrechterhaltung dieser wundervollen Illusion kann wohl kaum schaden&#8230; Und ja, ich verstehe, das Mamas das etwas exotisch finden&#8230;  <img src='http://www.papablog.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/pequenos-milagros/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von der Mühsal, &#8220;böse&#8221; zu sein</title>
		<link>http://www.papablog.ch/index.php/von-der-muhsal-bose-zu-sein/</link>
		<comments>http://www.papablog.ch/index.php/von-der-muhsal-bose-zu-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 May 2011 04:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Papa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Disziplin]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Konsequenz]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.papablog.ch/?p=865</guid>
		<description><![CDATA[Ein Thema, das mich und meine Frau immer wieder beschäftigt, ist die Frage danach, wie viel wir unseren Kindern in Sachen Konsequenz und Erziehung vorgeben, und wie viel sie selber entscheiden sollen. Solche Diskussionen entstehen bei uns häufig im Nachgang zu Ereignissen, bei denen uns der eigenständige Charakter unserer Kinder bisweilen brutal vor Augen geführt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema, das mich und meine Frau immer wieder beschäftigt, ist die Frage danach, wie viel wir unseren Kindern in Sachen Konsequenz und Erziehung vorgeben, und wie viel sie selber entscheiden sollen. Solche Diskussionen entstehen bei uns häufig im Nachgang zu Ereignissen, bei denen uns der eigenständige Charakter unserer Kinder bisweilen brutal vor Augen geführt wird. Beispielsweise neulich, als Sohnemann völlig aus dem Nichts heraus auf die Bitte, die Balkontür zu öffnen mit einem rotzfrechen &#8220;Machs doch selber!&#8221; reagierte.</p>
<p><span id="more-865"></span>Nun fairerweise muss gesagt werden, dass er diesen Satz von einer seiner geliebten Geschichtenkassetten hatte und selber wohl genauso von dieser Antwort überrascht war &#8211; geschweige denn von der Wirkung (soviel zum pädagogischen Wert von Globi, Karlsson auf dem Dach, Trudi Gerster und Co.) &#8211; denn, um ehrlich zu sein &#8211; im ersten Moment musste ich ob dieser unerwarteten und so unschuldigen Unverfrorenheit laut lachen.</p>
<p>Aber eben: Wie weit soll unser Einfluss als Eltern gehen? Oder mit anderen Worten: Wie viele Steine sollen wir unseren Kindern aus dem Weg räumen? Wo und wie sollen wir konsequent sein? Wo und wie sollen wir unseren eigenen Willen durchsetzen &#8211; gegen den des Kindes? Ich gebe zu, dass ich Anfangs mit einer recht romantischen Vorstellung an die Erziehung unseres Erstgeborenen heranging. Die Erkenntnis, dass Elternschaft mit Beliebtheit nicht sonderlich viel am Hut hat, war für mich schwierig &#8211; ich, nein wir wollten doch eigentlich, dass uns unsere Kinder toll finden. Sehr bald aber merkten wir, dass das nicht das Ziel sein kann.</p>
<p>Meine Frau und ich versuchen unseren Kindern nun mit viele Liebe aber auch mit genausoviel Konsequenz Leitplanken vorzugeben, innerhalb derer sie sich frei bewegen können &#8211; die aber als Begrenzung zwingend sind und nicht überschritten werden dürfen. Das bedingt jedoch ein ständiges &#8220;sich reiben&#8221;, denn genau diese Leitplanken stellen eine grosse Versuchung dar. Ich würde deshalb auch lügen, wenn ich schreiben würde, das Setzen von Grenzen erleichtere das Zusammenleben. Das tut es nicht &#8211; im Gegenteil: Je deutlicher eine solche Grenze zu Tage tritt, desto kreativer werden die Kinder bei der Suche, sie zu überwinden.</p>
<p>Interessant ist, dass, trotz all dieses Anrennens gegen die elterliche Bastion der konsequent eingehaltenen Grenzen, trotz des ständigen Überschreitens derselben und der unweigerlich darauf folgenden Konsequenzen, das Zusammenleben von einer Art neuem Respekt geprägt wird &#8211; und &#8211; auch das ist interessant &#8211; bei manchen Grenzüberschreitungen nehmen die Kinder die Konsequenzen von vornherein in Kauf, es ist ihre eigene Entscheidung. Wohl ist das ständige &#8220;sich durchsetzen müssen&#8221; anstrengend (bisweilen fragen wir uns, ob die Kinder vor lauter &#8220;mach jetzt&#8221;, &#8220;lass das&#8221;, &#8220;hör auf&#8221; die &#8220;ich hab Dich lieb&#8221; überhaupt noch hören), aber Tatsache ist auch, dass gerade diese Reibungsfläche beginnt, Charakter zu formen. Und das &#8211; so finde ich &#8211; ist den Ärger mehr als wert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.papablog.ch/index.php/von-der-muhsal-bose-zu-sein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

