In Sachen Papablog.ch
Veröffentlicht am Dienstag, 4. August 2009, 7:37 | Kein Kommentar
In letzter Zeit – das mag auch ein wenig mit der gestiegenen Frequenz auf papablog.ch zu tun haben – erhalte ich – vor allem von Männern- immer wieder Anfragen wie die folgende:
“warum gibt es eigentlich im Tagi einen mamablog mit zig-kommentaren und keinen papablog im leitmedium?” … “ein papablog, das wäre nötig in einem leitmedium, auch wenn ich deinen blog hier auch schätze.”
Ich bin Mama-Blog-Leser der ersten Stunde und Kommentator ebenfalls schon fast so lange. Die Idee, über das Vatersein zu bloggen, kam mir vor etwa einem dreiviertel Jahr, als meine Frau zum zweiten mal schwanger war – also lange bevor der Mamablog aufgeschaltet wurde. Dass der Blog papablog heissen soll, war allerdings vom Mamablog inspiriert. Dabei war es immer meine Absicht, vor allem das Vatersein mit allen Freuden und Nöten zu schildern – eben wirklich einen Papablog zu schreiben.
Ich teile die Meinung, dass der Mamablog auf tagi.ch eigentlich Papablog heissen sollte, nicht. Viel eher wohl Elternblog – aber das tönt reichlich unattraktiv. Tatsache ist, dass trotz des Namens “Mamablog” ein grosser Teil der Kommentare von Männern stammt und viele von ihnen Vaterfreuden und -leiden kennen. Ausserdem kommt im Mamablog sehr deutlich zum Ausdruck, dass es wenige Mamathemen gibt, die nicht auch Papathemen sind (ich erinnere an die Stilldiskussion).
Darum, einfach damit das einmal ausdrücklich geschrieben ist:
Ich kann und will auf papablog.ch nicht mit journalistisch korrekt recherchierten Posts Geschlechterkriege anzetteln und auch die breite Diskussion über grosse, gesellschaftspolitische Fragen wird kaum auf papablog.ch geführt werden. Dazu fehlen mir sowohl das nötige Wissen, als auch – ich bin zu 100 Prozent berufstätig – die Ressourcen. Es ist jedoch meine absolute Überzeugung, dass die Kinder von heute jede nur erdenkliche Mögilchkeit brauchen, ihre Väter so intensiv wie möglich zu erleben. Nicht nur in der halben Stunde zwischen Feierabend und zu Bett gehen. Wie das bei mir aussieht, was ich dabei erlebe und was mich als Vater beschäftigt, darüber will ich auf papablog.ch schreiben, denn das ist meine Kernkompetenz – darin bin ich wirklich Experte. Der Claim “Vatersein hautnah” ist Programm.
Papablog.ch wird deshalb niemals eine Konkurrenz zum Mamablog – sondern im besten Fall eine Alternative sein.
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