Papa… ‘icke
Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Januar 2010, 15:36 | Kein Kommentar
Immer wenn Sohenmann mit dem “Satz” “Papa, ‘icke” zu mir gelaufen kommt, weiss ich, was es geschlagen hat. Immer hat er dann irgend was abgebrochenes, auseinandergefallenes oder irreparables in den Händen und der verstümmelte Laut am Ende seiner Äusserung meint ganz einfach: “flicken”.
Nun, ich bin Zeit meines Lebens von handwerklich geschickten Menschen umgeben gewesen und bilde mir ein, auch selber ein gewisses Talent zu haben. Zu schrauben, hämmern, sägen, auseinandernehmen und zusammenbauen macht mir Spass. Nie hätte ich mir deshalb träumen lassen, dass eines Tages ein profanes Hilfsmittel, dessen ich mich sonst, wenn überhaupt, nur mit Verachtung bedient habe, von mir mit dem Prädikat “unverzichtbar” werden würde… Und doch. Es ist so: Wenn mich heute jemand nach dem unverzichtbarsten Hilfsmittel für den Vater eines zweijährigen fragt, antworte ich ohne zu zögern: “Sekundenkleber”.
Natürlich: Auch das Taschenmesser (und zwar jenes von Victorinox, welches neben den Standardklingen auch noch Säge, Schere und einen Hacken auf der Rückseite hat) ist wichtig. Erst recht jede Art von Werkzeug, angefangen bei Hammer, Zange und Feile und aufgehört bei Uhrmacherschraubenzieher (man glaubt gar nicht, wie viele winzig kleine Schrauben in einem Spielzeug versteckt werden) sind unbedingt erforderlich. Aber nichts kommt häufiger zum Einsatz, als Sekundenkleber. Sei es das abgebrochene Bein der Holzkuh, das eingedrückte Blaulicht des Krankenautos oder auch nur der abgerissene Rücken eines Kinderbuches: Nichts geht leichter und schneller. Und gerade letzteres ist zentral, denn selbst wenn Sohnemann die Geduld in Person wäre, so bliebe angesichts der schier endlosen Flut an defekten Spielsachen schlicht keine Zeit für solide handwerkliche Arbeit.
Ich habe übrigens schon einige getestet. Der Beste (sprich schnellste und festeste zugleich, der auch noch bezahlbar bleibt), ist der Pattex von Henkell…
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