Ferber-Methode Tag IV
Veröffentlicht am Freitag, 23. Oktober 2009, 22:06 | Keine Kommentare
Ich will gar nicht lange um den heissen Brei herumschreiben. Mäuselchen ist nach 10 Minuten und ohne grosses Getöse eingeschlafen. Einfach so. Das war die Kurzfassung.
Und hier noch die Vollversion: Nach einem an sich ganz normalen Tag mit Spaziergang, Mittagsschlaf und “Schmusereien” brachten wir Mäuselchen ganz normal um etwa 20.00 Uhr zu Bett. Mäuselchen weinte ein wenig (im Schweizerdeutschen gibt es dafür einen Ausdruck: “nürzen”, das ist etwas zwischen weinen und gelegentlichem Jammern, irgendwo in der Nähe von quengeln). Nach ein paar wenigen Minuten ging Mama nochmal hoch, liebkoste sie, allerdings ohne sie aus dem Bettchen zu nehmen, und ging wieder. Zwei Minuten später herrschte Stille. weiterlesen
Ferber-Methode Tag III (Und ja, wir haben Zweifel)
Veröffentlicht am Freitag, 23. Oktober 2009, 13:19 | 1 Kommentar
Dreimal haben wir es bisher getan – Mäuselchen beim Einschlafen betreut weinen lassen (siehe die Posts von gestern und vorgestern). Gestern abend hatten wir Besuch und legten die Kleine dann zur üblichen Zeit ins Bettchen. Und da sassen wir nun, meine Frau und ich mit unseren Freunden zusammen und neben mir das Babyphon auf der niedrigsten Stufe – aber omnipräsent. Mäuselchens Weinen war nicht zu überhören. Unsere Freunde (alle kinderlos) wirkten leicht irritiert, akzeptierten aber unser Vorgehn. Als nach 20 Minuten weinen und sechs Besuchen im Kinderzimmer Stille einkehrte, atmeten alle auf.
Ich gebe es offen zu: Das Kind schreien zu lassen ist eine Qual und mir graut ein wenig vor heute abend. Und erst recht vor Samstag, wenn wir auswärts sind. Und auch wenn meine Frau und ich davon überzeugt sind, dass wir diesen Weg gehen wollen und unser Kind alles erhält, was es braucht, so wecken diese unzähligen Publikationen zum Thema Schlaftraining doch Zweifel. weiterlesen
Ferber-Methode Tag II
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. Oktober 2009, 21:15 | Keine Kommentare
Ich beziehe mich auf den Post von gestern und schreibe das wichtigste gleich vorneweg: Mäuselchen schläft. Der Ablauf heute war ein wenig komisch. Oder auch nicht. Nachdem die Kleine aus irgendwelchen Gründen kein Interesse am Abendessen bekundete, später aber dann doch (verstehe einer die Frauen) brachten wir sie um etwa 20.00 Uhr zu Bett. Gleich wie gestern übrigens. Und siehe da: Mäuselchen schlief praktisch ohne zu meckern ein.
Etwa eine halbe Stunde später gings dann los. Zeter-Mordio und zwar in der Lautstärke eines Düsenjets. Nun, einem Ratgeber, der uns von gestern erwähnter Bekannten in den Briefkasten gelegt worden war, entnahmen wir, dass dies mit dem angeborenen, also instinktiven Schlafverhalten zu tun habe. Als der Mensch noch die Existenz eines Wildtieres bestritt, waren die Wechsel zwischen den Schlafphasen kurze Momente, während derer die Menschen aus den Tiefen des Schlafs auftauchten, um die Umgebung zu checken. weiterlesen
Wenn süss das Mondlicht auf den Hügeln schläft…
Veröffentlicht am Dienstag, 20. Oktober 2009, 21:56 | 4 Kommentare
…und Mäuselchen einfach nicht schlafen will, werden Mama und Papa immer unleidiger. Und diesmal geht es nicht um irgendwelche virtuellen Eltern, sondern wirklich um meine Frau und mich. Wir haben lange gezögert, nicht zuletzt auch, weil sich das, was die Beraterin Sibylle Lütold sagt, mit unserer Befürchtung deckte:
“Das Schlafverhalten eines Kindes ist ein individueller Entwicklungsprozess, der sich durch konsequentes [Schlaf-]Training (gemeint ist die Ferber-Methode) nicht beschleunigen lässt, sondern reifen muss. ”
Allerdings hat die Sache einen Haken. Was, wenn die Eltern keine Kraft mehr haben? Uns ging es so. Nicht nach ein zwei Nächten, nein. Auch nicht nach ein, zwei Wochen. weiterlesen