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Vatersein hautnah.
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Vom Spielen

Veröffentlicht am Freitag, 4. Juni 2010, 7:27 | Kein Kommentar

playreportMeine mittlerweile zweieinhalbjährige Erfahrung als Vater hat mir eines gezeigt: Der grösste Teil aller Eltern geht im Möbelhaus mit den vier gelben Buchstaben ein und aus. Wenn man in lockerer Runde über Expedit, Grönö und Bolmen diskutiert, brauchen junge Eltern in der Regel keine Erläuterung – kurz: IKEA ist aus dem leben vieler junger Eltern kaum mehr wegzudenken. Vielmehr führt diese Vorliebe für den grossen Schweden zu einer regelrechten Uniformierung der Kinderzimmer. Der Grund ist einfach: Die gigantische Auswahl, die mindestens zu einem grossen Teil absolut praxistauglichen Produkte und vor allem aber die Preise machen IKEA attraktiv.

Dass ausgerechnet IKEA nun eine weltweite Studie zum Spielverhalten durchgeführt hat, ist deshalb eigentlich nicht erstaunlich – und auch der Umfang der Studie nicht: In 25 Ländern wurden 8’000 Eltern und 3’000 Kinder von 7 bis 12 Jahren interviewt. Hauptziel der Studie, so die Initianten, ist, dass mehr gespielt wird.

Die Kernfrage, die bleibt, ist: Was ist spielen überhaupt? Der IKEA-Playreport – so der volle Name der Studie – lässt diese Frage weitgehend offen. Auch über den Zweck des Spielens im allgemeinen äussert sich die Studie nur am Rand und liefert dazu eine erstaunliche Erkenntnis: So klar ist der Zweck des Spiels gar nicht zu definieren. Während fast die Hälfte aller Eltern der Meinung ist, Spielen müsste immer auch einen bildenden Charakter haben,  und knapp ein Drittel sogar glaubt, das Spiel sollte immer einem Zweck dienen, sehen Kinder dies verständlicherweise völlig anders: Der Hälfte der Kinder geht es ausschliesslich um die Freude am Spiel.

Was mir aufgefallen ist, dass eben genau diese beiden Kernfragen je nach Situation und Familie völlig anders aussehen, dass aber gerade bei unseren beiden, noch sehr kleinen Kindern, zwei Dinge vom eigentlichen Spiel völlig unabhängig sind: Erstens nämlich, dass die Kinder sich schlicht danach sehnen, Zeit mit den Eltern zu verbringen und zweitens, dass sie – egal, womit sie spielen – immer wieder in eine eigene, selbstvergessene Welt versinken.

Zum Playreport gehts übrigens hier

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